Campus LinzMedizintechnik & Angewandte Sozialwissenschaften

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Ein Blutgefäß außerhalb des Körpers entwickeln

Im Rahmen des INTERREG-Forschungsprojektes CAC-SuMeR, welches österreichische und tschechische ForscherInnen verbindet, wird mit EU-Projektgeldern am Linzer Department für Medizintechnik - in Kooperation mit den Fakultäten Wels und Hagenberg - ein in-vitro-Blutgefäß mittels Lithographie aus biokompatiblen Polymeren im Inneren einer Mikrofluidik entwickelt. „Die lithographierte Struktur wird in einem ersten Schritt mit Endothelzellen (HUVEC) und danach mit weiteren Zelltypen besiedelt“ erklären Projektleiter FH-Prof. Dr. Jaroslaw Jacak und seine Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sandra Mayr MSc.

Das in-vitro Modell wird zur Analyse des HDL Transports – in Kollaboration mit Prof Stangl von der Medizinischen Universtiät Wien - und zur Analyse des Transports von Viren, die in-vivo über die Bluthirnschranke translozieren, verwendet. Letzteres geschieht in Kollaboration mit der JKU Linz und tschechischen Arbeitsgruppen der Universität Budweis sowie Nove Hrady.

Das Bild zeigt Endothelzellen (HUVEC) auf Polymergitter – Endothelzellen bilden die innerste Schicht eines jeden Blutgefäßes im Körper. Eine Polymermischung aus zwei verschiedenen Methacrylaten (bisGMA und TEGDMA) wurde mittels 2-Photonenlithographie als Gitter strukturiert. Die Zellmembran ist grün markiert, der Zellkern rot.