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Linzer Magistratsdirektorin zum Fachvortrag bei den Studierenden von Public Management

Der Magistrat Linz hat über 4.200 Beschäftigte, die täglich zum Nutzen der Linzer Bürger*innen und Wirtschaftstreibenden arbeiten. Um das Zukunftsbild als innovativste und lebenswerteste Industriestadt Mitteleuropas zu erfüllen, braucht es eine Ermöglichungs- und Gestaltungsstrategie. Gleichzeitig ist der Aufgabenbereich des Magistrats Linz weitreichend. So gilt es, innovative Dienstleistungen und Services für Bürger*innen und Wirtschaft effizient anzubieten, die Stadt visionär weiterzuentwickeln, Recht zu vollziehen und Krisen zu managen.

Magistratsdirektorin Mag. Huemer legte eine steile Karriere hin. Nach ihrer Matura absolvierte die heute 44-jährige das Studium der Rechtswissenschaften. Danach war sie Studien- und Vertragsassistentin an der JKU Linz. Nach ihrem Gerichtspraktikum arbeitete sie für den Städtebund am Projekt Österreich Konvent mit. Für die Stadt Wien war sie in der Finanzverwaltung tätig und leitete das Rechnungs- und Abgabewesen und wurde dann CIO mit den Schwerpunktthemen Innovation, Digitalisierung, IT‑Management und Organisationsentwicklung. Diese Erfahrungen machen sie zu dem, was sie heute ist: Eine Expertin für Verwaltungsrecht, Digitalisierung und Changemanagement.

Stadtverwaltung weiter vorantreiben

Ihren Einstieg als Magistratsdirektorin im Jahr 2020 – also inmitten der Corona-Pandemie – meisterte Mag. Huemer mit viel Ehrgeiz und Engagement. Besonders das professionelle Krisenmanagement und die hervorragende Kooperationsbereitschaft zwischen den Bezirksverwaltungsbehörden und dem Land Oö. unterstrich sie besonders positiv. Denn das sei – angesichts der politischen Situation – keine Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig ist der Magistrat Linz gestärkt aus der Coronakrise hervorgegangen und hat eine Unternehmensstrategie entwickelt, um rasch auf zahlreiche unterschiedliche Herausforderungen reagieren zu können. Diese Strategie umfasst insgesamt acht Handlungsfelder und wird von 86 Projekten begleitet. Dabei geht es nicht darum, wahllos neue Applikationen einzuführen, sondern bestehende Prozesse genauer unter die Lupe zu nehmen, sie einfacher, effizienter und innovativer zu gestalten. „Man kann sich als Hoheitsverwaltung beispielsweise überlegen, gewisse Verfahren zu vereinfachen, Bescheide bürgerfreundlicher zu formulieren oder auch Zahlungserleichterungen mittels QR-Codes zu ermöglichen“, so Huemer.

„In Zukunft sind die gleichen Aufgaben mit weniger Personal zu bewältigen“

Eine ihrer größten Herausforderungen sieht Huemer in der rollenden Pensionierungswelle. Umso wichtiger ist ihr, die Führungskräfte und Mitarbeiter*innen bestmöglich auf diesen Change einzustimmen, vorzubereiten und mitzunehmen. Dafür benötige es noch mehr digitale Service‑Angebote für alle Beteiligten. Zurückgelassen werden sollte dabei aber niemand. „Auch in Zukunft wird sich nichts daran ändern, dass wir analoge Zugänge für unsere Bürger*innen anbieten“, so die ranghöchste Beamtin der Linzer Stadtverwaltung.

 

Studentische Autor*innen dieses Beitrags: Nelly Bauer, Stefan Eichelseder, Barbara Natschläger, Kerstin Punz (Public Management, Jg. 2020)

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Hoher Besuch bei den Public Manager*innen: Die Linzer Magistratsdirektorin Mag. Ulrike Huemer (2. v. r.) begeisterte mit ihrer Expertise für die Verwaltung 5.0