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Ein Location-Wechsel vom Campus in die "Startrampe" in der Linzer Tabakfabrik......

… denn ein Ortswechsel, beflügelt die Kreativität und neue Gedanken. Ganz nach diesem Motto fand am 1. Oktober 2021 die Lehrveranstaltung Regionalentwicklung und interkommunale Kooperation des Masterstudiums GSP unter der Leitung von FH-Prof. Dr.  Franziska Cecon statt. Sind doch neue Perspektiven und innovative Ideen essenziell für Kooperation und Weiterentwicklung – auch in Regionen, Städten und Gemeinden – um attraktiv zu bleiben oder zu werden. Und die Tabakfabrik ist selbst ein gelungenes Beispiel für innovative Stadtentwicklung, ein attraktiver Ort, in dem Zusammenarbeit, Community Building und Synergien der dort tätigen Unternehmen, Organisationen und Menschen groß geschrieben wird.

Um den Blick für Teilbereiche einer attraktiven Stadt zu schärfen, nutzten die rund 20 Personen große Studierendengruppe den Fußweg zur Tabakfabrik für eine kleine Beobachtungsaufgabe: nämlich, was gibt es zu verschiedenen Begriffen, wie etwa Sicherheit, Sauberkeit, Mobilität, Radwege, Straßengrün, Menschen, Arbeit, Wohnen, Freizeit, uvm. entlang des Weges zu entdecken? Was fällt auf, was gefällt, was weniger?

Ein Hauptpunkt dieser Lehrveranstaltung war es, die Begrifflichkeiten Kooperation und Attraktivität zu klären. Welche Voraussetzungen, wie etwa die gemeinsamen Ziele oder eine gute Kommunikation untereinander, sind für gute Kooperationen notwendig? Was bedeutet es, eine attraktive Gemeinde oder Region zu sein und welche Einflussfaktoren, wie etwa die unterschiedlichen Interessen der Menschen oder Politikfelder, gibt es zu beachten? Letztendlich liegt Attraktivität einer Straße, eines Viertels, einer Gemeinde, einer Stadt  immer im Auge des Betrachters, oft abhängig von der aktuellen Lebenssituation - radfahrbegeisterter Student, junge Familie, ältere Personen, Touristen - oder der eigenen Rolle  - wie politische Entscheidungsträger*in, Wirtschaftstreibende, Arbeitnehmer*in, Anrainer*in, Investoren, Financiers.

Die diskutierten Themen waren vielfältig: Infrastruktur, Radwege, Mobilität, leistbares Wohnen und Freizeitmöglichkeiten sind nur einige der angerissenen Einflussfaktoren für attraktive Gemeinden oder Städte. Aus Public Management-Sicht gilt es in jedem einzelnen Bereich die unterschiedlichen zugrundeliegenden Interessen auszugleichen, strategischen Zielsetzungen zu formulieren und diese dann umzusetzen – als Kommune alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen. Spannende Aufgaben, die meist wiederum viel Gespür und Kreativität brauchen.

 

Zur Förderung der Kreativität der Studenten*innen und für einen kooperativen Austausch brachte dieser Location-Wechsel jedenfalls die optimalen Voraussetzungen. Vielen Dank für diese interessante Möglichkeit an die "Startrampe" der Sparkasse Oberösterreich und die Tabakfabrik Linz.

Stadtentwicklung hautnah erleben: die GSP-Masterstudierenden mit Schwerpunkt Public Management in der Linzer Tabakfabrik