Campus HagenbergInformatik, Kommunikation, Medien

Verena EbenhoferRuhig auch einmal etwas riskieren; denn sollte es schief gehen, aus Fehlern lernt man am besten!

Ausbildung: Handelsschule, Berufsreifeprüfung | Studium: Mobile Computing BSc |

Beruf: Selbstständig App-Entwicklung (APPtimal)


Wie war dein Weg zum Informatik-Studium?

Ich hatte in der Hauptschule schon gerne mit Computer gearbeitet und daran herum gebastelt. Nach der Hauptschule wollte ich die HTL machen, wo ich aber – aufgrund meiner Mathematik-Note – nicht aufgenommen wurde. Deshalb entschied ich mich für eine kaufmännische Ausbildung. Nach Abschluss der IT-Handelsschule begann ich als Büroangestellte zu arbeiten. Während dieser 6 Jahren absolvierte ich nebenberuflich die Berufsreifeprüfung. Danach entschloss ich mich für das Bachelorstudium „Mobile Computing“ an der Fachhochschule in Hagenberg zu bewerben. Bei der Bewerbung und den Aufnahmetests dachte ich mir: „Die nehmen mich sowieso nicht, da sind so viele andere, die mehr Erfahrung in der IT haben und auch bessere Noten“. Doch dann flatterte der Brief ins Haus, wo mir die Aufnahme bestätigt wurde. Ich kann mich an dieses tolle Gefühl noch so gut erinnern. 
Das Studium schloss ich im Juli 2013 mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Während des Studiums durfte ich bereits Erfahrungen in der Softwareentwicklung bei diversen Unternehmen sammeln und war insgesamt 2,5 Jahre bei der RISC Software GmbH in Hagenberg als Softwareentwicklerin tätig. 
Im August 2013 gründete ich nebenberuflich mein Unternehmen „APPtimal“. Ein Jahr später wurde daraus mein Hauptberuf, mit eigenem Büro in Softwarepark Hagenberg und den ersten Mitarbeitern.
Ich wusste damals auch nicht, wie sich das alles entwickeln wird, hab aber nicht so viel darüber nachgedacht, sondern es einfach versucht. 

 

Wie waren die Reaktionen auf deine Studienwahl?

Sehr positiv. Da ich aber damals schon gearbeitet habe, kam natürlich auch mal die Aussage „Jetzt gibst du deinen Job auf, gehst studieren, verdienst nichts“. Aber ich war ja schon alt genug, um es selbst zu entscheiden und mich nicht von außen beeinflussen zu lassen.

 

Wie ist es dir im ersten Semester ergangen?

Die ersten Semester waren schon harte Arbeit, da ich ja bis dahin noch nie was so richtig programmiert hatte und ich im selben Studiengang wie die HTL’er saß.Also man muss anfangs schon mehr tun, aber es ist schaffbar!

 

Was gefällt / gefiel dir an deinem IT-Studium in Hagenberg besonders?

Der praxisnahe Bezug. Man hat Vorlesungen und dann auch konkrete Übungen dazu. Und auch die Semesterprojekte. Das hilft einem auch später im Beruf. 

 

Studieren mit überwiegend männlichen Kollegen bedeutet… 

Mich hat’s positiv überrascht, dass man als Frau in der sehr männerdominierten IT-Branche sehr gut aufgenommen wird. Ich merke als Unternehmerin und auch damals im Studium keinen Nachteil, nur weil ich eine Frau bin… eher im Gegenteil!

 

Welche Vorteile bringt ein Job in der IT-Branche speziell für Frauen mit sich?

Einen großen Vorteil in der IT-Branche ist, dass man von überall aus und sehr zeitflexibel arbeiten kann. Das ist gerade als Frau – in Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf – sehr toll. Besonders jetzt als Mutter ist das ein großer Mehrwert für mich! Meinen Kunden ist es grundsätzlich egal, wann und wo ich arbeite, Hauptsache das Projekt wird zum vereinbarten Zeitpunkt fertiggestellt.