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Künstliche Intelligenz für einfacheren Datenschutz

Ein aktuelles Forschungsprojekt am Campus Hagenberg soll Unternehmen künftig die Einführung eines modernen Datenschutzmanagement-Systems erleichtern. Das Zauberwort dabei lautet „künstliche Intelligenz“.


Datenschutz hat sich in den letzten Jahren zu einem der zentralen Themen unserer Gesellschaft entwickelt. Spätestens seit der DSGVO kommt wohl niemand mehr daran vorbei, sich damit auseinanderzusetzen. Vor allem für Unternehmen gehen damit zahlreiche oft abschreckend wirkende Herausforderungen und arbeitsintensive Prozesse einher – gerade in der anfänglichen Analyse- und Onboarding-Phase. Genau hier setzt ein Forschungsprojekt des Campus Hagenberg in Kooperation mit der Firma DataReporter an. Ziel ist die Reduzierung des Initialaufwands für ein modernes Datenschutzmanagement-System, und zwar durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Denn um Unternehmen davon zu überzeugen, den Schritt in die Digitalisierung der Datenschutz-Anforderungen zu wagen, ist es erforderlich, den Onboarding-Prozess so einfach wie möglich zu gestalten.

Hätte die Plattform des Auftraggebers ein selbstlernendes KI-Modul im Hintergrund, das Nutzerverhalten je Branche aufzeichnet und kategorisiert, könnte dieser Aufwand auf ein Minimum reduziert werden. Mit jeder neu hinzukommenden Organisation könnten die eingegebenen Daten präzisiert und der Aufwand verringert werden, das System für seine Bedarfe zu konfigurieren.

Beispiel: Es befinden sich bereits 50 Gemeinden im Kundenstamm des Auftraggebers. Das System kennt die Anforderungen an den Datenschutz dieser 50 Gemeinden sehr genau. Wenn sich nun die 51. Gemeinde registriert, ist der Onboarding-Aufwand für diese Einrichtung ungleich geringer und kann womöglich sogar in nur wenigen Minuten absolviert werden.

Die Zielsetzung des von der FH bearbeiteten Teils des Projekts ist die Entwicklung eines KI-Moduls zum Vereinfachen bzw. Automatisieren des Onboarding-Prozesses. Bereits bestehende Daten bilden die Basis aus denen versucht werden soll zu schließen, welche Prozesse, Dokumente und Applikationen in dem aktuellen Unternehmen personenbezogene Daten verarbeiten. Durch entsprechende Feedback-Mechanismen soll das bestehende KI-Modul ständig erweitert werden, um eventuell neu erlangtes Wissen für künftige Onboarding-Prozesse verwenden zu können.

Das Forschungsprojektteam setzt sich zusammen aus Marc Kurz, Erik Sonnleitner, Alexander Palmanshofer und Alexander Kemptner. Partner ist die Firma DataReporter

 

Weitere Infos: meinbezirk.at; Projektbeschreibung