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Couch Co-op Commander machen die Piste unsicher

Konsolenspiele waren out. Dann kam der Geniestreich eines Hagenberger Studenten. Ob zum Stress abbauen oder einfach um Spaß zu haben – gemeinsam auf der Couch zu zocken sorgt für den extra Wohlfühlfaktor. Genau deswegen erleben Couch Co-op Spiele nun noch längerer Zeit in der Versenkung eine Rennaissance – und genau das hat auch Johannes Lugstein erkannt.


Der Mobile Computing Masterstudent hat diese Genre aber nicht nur für sich wiederentdeckt. Er entwickelte mit “Slopecrashers” ein Mehrspieler-Snowboard-Rennspiel, das ihr ausprobieren solltet. Ganz ohne Internet, dafür schön kuschelig im lokalen Koop mit bis zu vier TeilnehmerInnen.

“Ich war früher selber Fan der Arcade-Snowboard-Spiele wie zum Beispiel Snowboard Kids auf dem Nintendo 64, und nachdem es danach nicht mehr wirklich ähnliche Spiele gab, hab ich mir gedacht ich versuch mich selber an einem Spiel in diesem Genre”, erzählt der 24-Jährige aus oberösterreichischen Weißkirchen im Attergau.

Bei seinem “Slopecrashers” Game werden an einer Konsole Wettkämpfe gegeneinander ausgetragen – wie der Name schon sagt, auf verschiedensten Pisten. Und dabei geht die Post ab, wie sich Gamer bereits bei diversen öffentlichen FH-Veranstaltungen in Hagenberg wie der Traumberuf Technik Messe oder der Games Night, aber auch im Linzer Ars Electronica Center bei der GameStage überzeugen konnten.

Wie alles begann? “Im Rahmen meines Berufspraktikums im 6. Semester des Bachelors Mobile Computing, welches ich über Akostart, den Gründungsunterstützungs-Verein der FH OÖ und Kepler Uni, in meiner eigenen Firma absolvieren durfte”, erzählt Lugstein.

“Vor Beginn des Praktikums wurden ein Businessplan inklusive Meilensteinplanung sowie ein sehr detailliertes Gamedesign-Dokument angefertigt. Somit war das gesamte Projekt von Anfang an strukturiert und durchgeplant,” so der Oberösterreicher weiter.

Also alles roger? Nein, es gab eine große Herausforderung: Zeitmanagement. “Im Praktikumssemesters war es noch ziemlich einfach, mich voll auf Slopecrashers zu konzentrieren. Nachdem ich mich jetzt aber seit Oktober 2018 im Master befinde, ist es ein bisschen schwieriger geworden, viel Zeit in das Projekt zu investieren,” erzählt Lugstein.

Auf eins ist Johannes noch besonders stolz. “Für die Musik habe ich den bekannten Komponisten Benedict Nichols engagiert. Er ist ein ebenso großer Fan des Genres und hat eine ähnliche Vision von Slopecrashers wie ich. Somit sind die einzelnen Musikstücke perfekt auf die verschiedenen Pisten zugeschnitten”, erklärt der Student.

Für Ende 2019 ist die Veröffentlichung auf Nintendo Switch und dann weiteren Plattformen geplant. “Aber auch nur, wenn ich damit zufrieden bin”, sagt Lugstein, der später in einer Spieleentwicklungsfirma arbeiten oder hin selbst Games entwickeln möchte. Bis dahin gibt es laufend News zu “Slopecrashers” in sozialen Medien, wo Lugstein mit seiner Firma unter dem Namen byteparrot vertreten ist.

Johannes Lugstein. Foto: privat

Foto: privat

Im Konsolenspiel von Johannes Lugstein können bis zu vier SpielerInnen beim Pistenrennen gegeneinander antreten. Foto: Privat

Fantastic beasts and how to race them downhill. Foto: privat