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„HoloLens4Industry“ - Die virtuelle Zukunft der Roboterprogrammierung

Gemeinsam haben die zwei Master-Studiengänge Kommunikation, Wissen, Medien und Software Engineering ein Jahr lang an einer Mixed Reality Anwendung gearbeitet, welche die Roboterprogrammierung der Linzer Firma KEBA sicherer und effizienter machen soll. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.


Mit dem Erscheinen der Microsoft HoloLens eröffnet sich einem immer breiteren Publikum die faszinierende Welt der Mixed Reality. In die reale Umgebung werden 3D-Projektionen eingeblendet, wodurch die reale mit der virtuellen Umgebung verschmilzt. Dadurch ergeben sich eine Reihe von neuen Anwendungsfeldern.

Potential für diese Technologie sah auch die Linzer Firma KEBA, die unter anderem im Bereich Robotik tätig ist. Gemeinsam mit einem zehnköpfigen Studententeam der Studiengänge KWM und SE wurde daher im März 2017 das Studienprojekt „HoloLens4Industry“ gestartet. Ziel war es, ein neues Konzept zur sicheren und effizienten Programmierung von Industrierobotern zu schaffen.

Im Rahmen des Projektes wurde an einer Mixed-Reality Anwendung gearbeitet, welche dies sicherstellt. Es wurden zwei Prototypen entwickelt. Getestet wurden diese mittels einer NutzerInnenstudie am Tag der offenen Tür der Fachhochschule Hagenberg. Dabei konnten die interaktiven 3D-Projektionen erstmals von neugierigen Besuchern ausprobiert werden.

Wie aber funktioniert die Anwendung? Auf Basis der Programmdaten eines Handbediengerätes eines KEBA Roboters werden Sicherheitsbereiche und Bewegungen des Roboters ausgelesen. Diese werden dann mittels der HoloLens im Raum visualisiert. Durch den Einsatz von Mixed Reality kann somit bereits vor der eigentlichen Inbetriebnahme eines Roboters virtuell getestet werden, ob Sicherheitsbereiche korrekt definiert wurden und die programmierten Roboterbewegungen wie gewünscht durchgeführt werden. Entdeckt man dabei Fehler, so kann man diese sofort über das Handbediengerät korrigieren. Nähere Einblicke dazu zeigt folgendes Video: https://www.youtube.com/watch?v=XHikKF8rPU4

Begleitet wurden die Studierenden bei diesem Projekt von den ProfessorInnen Johannes Schönböck, Miriam Augstein und Werner Kurschl sowie von Philipp Wimmer, Innovationsmanager bei KEBA. Die Freude über das gelungene Projekt war sowohl bei den Studierenden als auch den BetreuerInnen groß. In Zukunft wird das Projekt von KEBA weiterverfolgt.

Das Projektteam und ihre Coaches (Bild: Haselsteiner)

Nutzerstudie am Tag der offenen Tür (Bild: Haselsteiner)

Tests an der realen Roboterzelle (Bild: Haselsteiner)