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Preisregen für Studenten-Film aus Hagenberg

"Streets of the Invisibles" von Remo Rauscher auch in Berlin, Hamburg und Irland ausgezeichnet


Mit einem Kurzfilm, zu dem ihn Google Street View und der junge Michael Douglas in „Die Straßen von San Francisco“ inspirierten, ist ein Absolvent der FH in Hagenberg derzeit auf Erfolgskurs. Nach einer Auszeichnung beim heurigen Crossing Europe Festival heimste Remo Rauscher nun auch Preise in Berlin, Hamburg und Irland ein.

„All diese Awards sind eine tolle Anerkennung und ein echter Ansporn“, sagt der FH-Absolvent, der vergangenen Dezember sein Masterstudium in Digitale Medien (nun Digital Arts) abgeschlossen und sich darin auf Animation und Post-Production spezialisiert hat.

Sein Kurzfilm „The Streets of the Invisibles“ gewann bereits im April den Crossing Europe Local Artists Award in Linz und wurde für fullframe Festival in Wien ausgewählt.  Seither feiert der 26-jährige aus Pinsdorf (OÖ) damit auch auf internationalen Festivals im Ausland Erfolge.

Im Mai überzeugte Rauschers Werk beim Fastnet Short Film Festival im irischen West Cork und wurde zum Best Experimental Short gekürt. Im Juni gab es nun für den gebürtigen Kufsteiner gleich zwei weitere Auszeichnungen.

Beim 27. Internationalen Kurz Film Festival in Hamburg setzte er sich gegen 41 Einreichungen im Rennen um die Gunst des Publikums durch und erhielt den No Budget Preis für den „optimistischen Durchblick“. Auch das 10. Internet Festival Webcuts in Berlin krönte sein Werk – mit der „Webkatz“ und 500 Euro Preisgeld für den besten Film in der Kategorie Machinima.

„Gekonnt werden Stilelemente der Kultserie The Streets of San Francisco mit IT-Technologien und Augmented Reality gemischt. Aus Kult wird neuer Kult geschaffen“, lobte die Webcuts Jury.

Vom Abschlussfilm zum Festivalrenner

„The Streets of the Invisibles“ entstand im Rahmen von Rauschers Diplomarbeit, für die er sich auf die Spuren des Unsichtbaren, genauer gesagt dessen audiovisueller Darstellung, begeben hat. Inspiration lieferte ihm die Kontroverse um Google Street View, die ihn schnell zu Assoziationen mit Kriminalität, Cops und schließlich mit „The Streets of San Francisco“, der US-Hitserie aus den 70er Jahren, veranlasste.

Remo Rauscher ließ also Michael Douglas und Karl Malden im Stil des digitalen 21. Jahrhunderts auf Verbrecherjagd gehen. Fast ein Jahr arbeitete er an seinem Werk, einem sogenannten Found Footage Film, in dem er nur Bildmaterial aus Google Street View, Google Earth und Google Maps sowie Tonmaterial aus der Original-Krimiserie verwendete.

Seit seinem Studienabschluss in Hagenberg bastelte der FH-Absolvent mit Hochdruck weiter an seiner Karriere im Bereich Film und Animation. „Meine Festivalpreise haben mich noch zusätzlich motiviert“, sagt der junge Künstler.  Nachdem er die Animationskategorie des Prix Ars Electronica Festivals betreut und ein Video für die FH in Hagenberg produziert hat, entwickelt er nun in seinem Atelier im Linzer Salzamt – eine Zugabe zum Crossing Europe Award – schon fleißig weiter kreative Ideen für Filme.

Remo Rauscher bei der Preisverleihung in Berlin

FH-Absolvent Remo Rauscher wurde bei diversen internationalen Filmfestivals, hier in Berlin, ausgezeichnet (Fotoquelle: Webcuts.11/Berlin-Bits, Abdruck honorarfrei)

Szene aus "Streets of the Invisibles"

Moderne Verbrecherjagd – Rauschers Kurzfilm „The Streets of the Invisibles“ verbindet Google Street View mit der Kultserie „Die Straßen von San Francisco“ (Fotoquelle: R. Rauscher, Abdruck honorarfrei)

Szene aus "Streets of the Invisibles"