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Crossing Europe Filmpreis für FH-Student

Digital Media-Absolvent Remo Rauscher begeisterte mit Kurzfilm, zu dem ihn Google Street View und Michael Douglas inspirierten


Für einen Kurzfilm, zu dem ihn Google Street View und der junge Michael Douglas in „Die Straßen von San Francisco“ inspirierten, wurde ein Absolvent der FH in Hagenberg nun beim Crossing Europe Festival in Linz ausgezeichnet.

Remo Rauscher setzte sich im Local Artists Wettbewerb gegen 50 andere Einreichungen in Oberösterreich lebender KünstlerInnen durch und bekam für „The Streets of the Invisibles“ vergangenen Samstag (16. April) in Anwesenheit von Landeshauptmann Josef Pühringer den sogenannten Atelierpreis überreicht.

„Eine tolle Anerkennung für mein Werk, an dem ich fast ein Jahr gearbeitet habe“, so der 26-Jährige, der im Dezember sein Masterstudium in Digitale Medien (nun Digital Arts) abgeschlossen und sich darin auf Animation und Post-Production spezialisiert hat.

Für „The Streets of the Invisibles“ hat der Pinsdorfer sich im Rahmen seiner Diplomarbeit auf die Spuren des Unsichtbaren, genauer gesagt dessen audiovisueller Darstellung, begeben. Inspiration lieferte ihm die Kontroverse um Google Street View, die ihn schnell zu Assoziationen mit Kriminalität, Cops und schließlich mit „The Streets of San Francisco“, der US-Hitserie aus den 70er Jahren, veranlasste.

Rauscher ließ also Michael Douglas und Karl Malden nochmals im Stil des digitalen 21. Jahrhunderts auf Verbrecherjagd gehen – in Form eines sogenannten Found Footage Films, in dem er ausschließlich Bildmaterial aus Google Street View, Earth und Maps sowie Tonmaterial aus der Original-Krimiserie verwendete.

Der junge Filmmacher darf sich nun im Zuge seines Local Artist Awards über einen eigenen Atelierraum im Atelierhaus Salzamt der Stadt Linz freuen, der ihm für die nächsten 12 Monate zur Verfügung steht.

„Eine ideale Ausgangsbasis für meine weitere Karriere, und eine tolle Gelegenheit zum Networking mit anderen Künstler“, sagt Rauscher, der derzeit auch freiberuflich für das Ars Electronica Center arbeitet und die Animationskategorie des Prix Ars Electronica Festivals betreut.

In der Zwischenzeit ist er mit „The Streets of the Invisibles“ schon bei einem weiteren Festival vertreten. Sein preisgekröntes Werk wurde aus 250 Einreichungen für fullframe 2011 ausgewählt und wird gemeinsam mit 15 Avantgarde- und Experimentalfilmen aus Europa, China und den USA am Gründonnerstag auf einer 120m2 großen Leinwand im Wiener Gartenbaukino zu sehen sein.

Remo Rauscher bei der Preisverleihung

Remo Rauscher, Absolvent des FH-Studiums Digitale Medien (nun Digital Arts) in Hagenberg, hat den Local Artists Atelierpreis beim diesjährigen Crossing Europe Filmfestival gewonnen (Fotoquelle: A. Kepplinger, Abdruck honorarfrei)

Szene aus "The Streets of the Invisibles"

: Moderne Verbrecherjagd – Rauschers Kurzfilm „The Streets of the Invisibles“ verbindet Google Street View mit der Kultserie „Die Straßen von San Francisco“ (Fotoquelle: R. Rauscher, Abdruck honorarfrei)