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Robotik - Wenn Maschinen sich duellieren

Mad Metal Machines - das sind ferngesteuerte Roboter mit nur einem Ziel: Den Gegner auszuschalten. Dahinter steckt viel mehr Strategie und Hightech, als der erste Blick vermuten lässt.

Das von der German Roboteers Association (GRA) veranstaltete Event findet regelmäßig in Bochum in Deutschland statt und bietet Wettkämpfe zwischen ferngesteuerten, selbstkonstruierten Maschinen. Das Ziel eines Wettkampfes ist entweder die Kampfunfähigkeit des Gegners zu erreichen, wobei selbst zahlreiche Wirksysteme wie Hämmer oder Kreissägen zugelassen sind, oder den Gegner aus dem Ring in die Arenagrube zu befördern. Gekämpft wird in drei Gewichtsklassen: Featherweight (13.6 kg), Raptorweight (6 kg) und Antweight (150 g).

Pvt. Paula am Start

Dieses Mal waren der Studiengang Hardware-Software-Design (HSD) und Embedded Systems Design (ESD) aus Hagenberg mit Studenten bei den Mad Metal Machines mit dem Antweight Robot Pvt. Paula mit dabei. Beim Turnier wurde in einem Rundensystem gekämpft, wobei jeweils 3 bis 4 Roboter an einem Kampf teilnehmen. Nach jeder Runde werden die Gruppen neu ausgelost. Ingesamt wurden 4 Runden gekämpft und letztlich der 6. Platz von insgesamt 26 Robotern erreicht.

Auch Fun-Kämpfe waren mit dabei, wo man sich mit anderen Robotern messen konnte. Bei einem spontanen Team-Turnier traten jeweils 2 Roboter gegen 2 weitere Roboter an, wo der Roboter Pvt. Paula mit seinem Partner das Finale erreichte.

 

Die technische Herausforderung

Laut Reglement darf ein Antweight-Roboter nicht mehr als 150 g wiegen und muss in einen 10x10x10 cm Würfel passen. Die größte Herausforderung bei der Konstruktion eines Antweight-Roboters ist es, die Komponenten Funk-Empfänger, Fahrtregler, Motoren + Getriebe, Akku, Chassis/Panzerung und evtl. noch ein Wirksystem so auszuwählen und in einem sinnvollen Gesamtsystem zu integrieren, dass die durch das Reglement festgelegten Grenzen nicht überschritten werden.
Pvt. Paula wurde als "Pusher" ausgeführt, d.h. er verfügt über kein aktives Wirksystem sondern verlässt sich rein auf seine Antriebskraft, um Gegner aus der Arena zu befördern. Er verfügt daher über 4 DC-Getriebemotoren mit einem Drehmoment von 1.4 kgcm. Die Stromversorgung wird von einem 350 mAh LiPo Akku übernommen. Als Fernsteuerung kommt ein 2.4 GHz Funksystem aus dem RC-Modellbau (Spektrum DX5e) zum Einsatz. Am Wettkampftag wog Pvt. Paula 149,7 g.