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FH OÖ Studierende für IT-Diplomarbeit ausgezeichnet

Zum ersten Mal prämierten heuer die Fachgruppen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (FG UBIT) der Wirtschaftskammern (WK) Wien und Oberösterreich die besten Abschlussarbeiten von Studierenden der FHs und Universitäten der beiden Bundesländer, die sich dem Schwerpunkt IT/IKT widmen. Unter den zwölf ausgezeichneten Arbeiten waren auch zwei von Studierenden der FH OÖ Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien in Hagenberg: Stefan Hager (Masterstudiengang Human-Centered Computing) und Robert Kaliauer (Masterstudiengang Embedded Systems Design).


Der UBIT-Preis ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden WK-Fachgruppen mit der Arbeitsgruppe "Bildung, Wissenschaft und Forschung" der Internetoffensive Österreich und deren wissenschaftlichem Beirat.

Dieser Beirat nominierte auch die für den UBIT-Preise in Frage kommen. Nominierungsvoraussetzungen waren, dass die Arbeiten bereits aus wissenschaftlicher Sicht an der jeweiligen Hochschule im vergangenen Jahr approbierte und mit "Sehr Gut" beurteilt wurden. Die Jury, bestehend aus VertreterInnen der UBIT-Fachgruppen, wählt dann jene für eine Auszeichnung aus, die neben der wissenschaftlichen Qualität auch besonderes Potential und Nutzen für die heimische Wirtschaft haben.

Bei der UBIT-Award-Verleihung in der Linzer postcity am 7. September wurden die Preisträger dann vor den Vorhang geholt. 

Visuelle Programmierung für einfachere Home Automation

Stefan Hager beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit am berufsbegleitenden Masterstudiengang Human-Centered Computing (HCC) mit einem Systems zur visuellen Programmierung in der Heimautomatisierung.

Visuelle Programmierung ermöglicht Menschen ohne Programmiererfahrung sich in kurzer Zeit Programmierwissen anzueignen und dieses anzuwenden. Im Gegensatz zu textbasierter Programmiersprache wird in diesem Fall die Logik des Programmablaufs grafisch dargestellt und erlaubt so ein spielerisches Erlernen.

Hager spannt in seiner Masterarbeit den Bogen von der Theorie über den Entwurf und die Prototypenrealisierung bis hin zur Evaluierung des Systems und wählte als Zielplattform das einfach zugänglich und umfangreich im Internet dokumentierte Arduino-System.

Der gebürtige Grieskirchner, der bei der abatec group AG als Software Developer in der F&E tätig ist, demonstrierte sein Prototyp eines grafischen Editors (VisuPro) eine gute Gebrauchstauglichkeit aufwies und AnwenderInnen einfache Steuerungslösungen für die Heimautomatisierung realisieren ließ.

Lebensmittelsicherheit bei Kühltransporten garantieren

Die Temperaturen von Lebensmitteln müssen während des Transports und der Lagerung ständig überwacht werden. Zu diesem Zweck sind Sensorsysteme im Einsatz, die diese Temperaturen erfassen, speichern und an eine übergeordnete Instanz weiterleiten. Da diese Sensoren meist an der Decke installiert sind und der Luftstrom nicht gleichmäßig im Raum verteilt ist, kommt es allerdings zu Messungenauigkeiten.

Diesem Problem widmete sich Robert Kaliauer im Rahmen seiner Masterarbeit am Studiengang Embedded Systems Design (ESD) und entwickelte ein neues Sensorsystem für den Kühltransport, das er auch auf seine Eignung prüfte. Dabei nutzte er drahtlose Sensorsysteme, die neben hoher Energieeffizienz auch einen geringen Wartungsaufwand haben. Herausfordernd dabei war dass im Fall der drahtlosen Kommunikation Kühlräume die Signalqualität merklich beeinflussen und z.B. dämpfen.

 

 

 

 

2.v.l.: Preisträger Stefan Hager, Absolvent des berufsbegleitenden Hagenberger Masterstudiengangs Human-Centered Computing - Foto: cityfoto/ RAHMANOVIC Jasmina

2.v.l.: Preisträger Robert Kaliauer, Absolvent der Hagenberger Studiengänge Hardware-Software-Design (Bachelor) und Embedded Systems Design (Master) - Foto: cityfoto/ RAHMANOVIC Jasmina