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Hagenbergs "Cloud Computing" Know-How bei Microsoft gefragt

FH-Professoren referieren bei Microsoft Research Konferenz in den USA


Zwei Software Engineering-Experten der FH hielten im April einen Vortrag bei der internationalen Microsoft Research Konferenz im US-Bundesstaat Washington. Sie stellten in Redmond (Microsofts Hauptsitz) ihr didaktisches Konzept zum Thema „Grundlagen des Cloud Computings“ dar. Die beiden Professoren arbeiten und forschen mit ihren Studierenden im Bachelor- und Master-Studium „Software Engineering“ im Bereich Cloud Computing.

„Die FH OÖ Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien in Hagenberg kooperiert schon viele Jahre erfolgreich mit Microsofts österreichischer Niederlassung“, unterstreicht FH OÖ Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger. Auf Grund der positiven Erfahrungen habe Microsoft Western Europe die beiden FH-Professoren Johann Heinzelreiter und Werner Kurschl bereits im Herbst 2009 eingeladen, Lehrunterlagen zum Thema „Grundlagen des Cloud Computings“ zu erstellen.

„Wir haben sehr gute Erfahrungen bei früheren Kooperationen mit der Fachhochschule in Hagenberg gemacht. Das, zusammen mit dem Software Architektur-Schwerpunkt an der FH und deren frühzeitige Beschäftigung mit Cloud Computing und speziell Microsoft Azure, war ausschlaggebend dafür, daß wir die FH als Partner für unser Lehrunterlagen-Projekt gewählt haben“, so DI Andreas Schabus, Academic Relations Manager, Microsoft Österreich GmbH.

Das entwickelte didaktische Konzept wählte ein Microsoft Research Experten-Panel schließlich als Beitrag für die US-Konferenz „Cloud Futures 2010: Advancing Research with Cloud Computing“ am 8. und 9. April aus.

Cloud Computing: „der“ IT-Trend

Experten bezeichnen Cloud Computing als „den“ IT-Trend der nächsten Jahre und fordern daher eine bessere Verankerung in der universitären Ausbildung. Bestehende Lehrveranstaltungen im Bachelor und Master eines Software Engineering-Studiums decken nur teilweise das benötigte Wissen für Cloud Computing ab. Lehrinhalte müssen an die neuesten Entwicklungen angepasst werden.

Privatnutzer sind längst mit der „Wolke“ vertraut: Live Messenger, Live Hotmail, Gmail, Twitter und Facebook sind Cloud-Applikationen. In den nächsten zehn Jahren – so prognostizieren Experten – werden die meisten größeren Unternehmen Teile ihrer eigenen Rechenzentren auslagern und ihre IT-Prozesse und ihr Datenmanagement lieber der „Cloud“, genauer gesagt den Rechnern von „Cloud“-Anbietern wie Microsoft, IBM, T-Systems oder Google anvertrauen. Damit werden Rechen- und Speicherkapazitäten sowie Software-Anwendungen auf einem Netz von Rechnern weltweit verstreut sein und können je nach Bedarf wie Strom aus der Steckdose über das Internet bezogen werden. So kann man vorhandene Ressourcen effizienter und bedarfsorientierter nutzen als dies bei lokalen Computersystemen der Fall ist.

Cloud Computing entwickelt sich auch zu einem wesentlichen Forschungsgebiet – eine Thematik, die die Microsoft Research Konferenz im April aufgegriffen hat. Kurschl und Heinzelreiter referierten in Redmond in hochkarätiger Gesellschaft: mit dabei waren Vortragende renommierter Universitäten wie der ETH Zürich, der University of California Berkeley und dem California Institute of Technology. Der Vortrag der beiden FH-Professoren wird im Sommer zusammen mit Lehrbeispielen auf Microsofts Faculty Connection Webseite (www.facultyresourcecenter.com) zur Verfügung stehen.

Microsoft setzt auf ihr Cloud Computing-Wissen: DI Johann Heinzelreiter (rechts) und DI Dr. Werner Kurschl (links) von der FH OÖ Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien in Hagenberg vor Microsofts Hauptsitz in Redmond, USA.(Foto: FH OÖ, Abdruck honorarfrei)

Werner Kurschl, Professor am FH-Studiengang "Software Engineering", in Redmond (Foto: FH OÖ, Abdruck honorarfrei)