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Im Visier: Der Internetkrieg

IT-Security-Veranstaltung am 22. März im AudiMax der FH


Die wachsende Bedrohung durch Hacker-Attacken, Phishing, Viren und andere Formen der Cyberkriminalität steht nächste Woche im Mittelpunkt einer IT-Sicherheitsveranstaltung in Hagenberg.

Die Oberösterreichische Offiziersgesellschaft, die Wirtschaftskammer Oberösterreich und der "Arbeitskreis Cyber Security Oberösterreich" veranstalten am 22. März ab 19 Uhr eine Podiumsdiskussion, die auf die Risiken von Cyber-Angriffen auf Unternehmen, Organisationen und Regierungen aufmerksam machen soll und dabei auch über wirksame Gegenmaßnahmen informieren will.

Der Event zum Thema „Cyberwar – Internetkrieg“ findet an der FH OÖ Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien in Hagenberg statt, die durch ihr Bachelor- und Master-Studium „Sichere Informationssysteme“ sowie den in Kooperation mit dem BMLVS entwickelten berufsbegleitenden Sicherheitslehrgang „ASICT“ als eine der führenden Ausbildungseinrichtungen unseres Landes für IKT-Sicherheitsexperten gilt.

Die Gefahr im Netz

Er erschien vergangenen Sommer vielen als Vorbote des „Cyberwar“: der Wurm "Stuxnet", der das iranische Atomprogramm zum Ziel hatte, aber auch Steuerungssoftware von Siemens in vielen anderen Ländern befiel. Und der möglicherweise, so die New York Times, von den USA und Israel entwickelt wurde.

Allerdings heißt es in aber in einer im Jänner veröffentlichten OECD-Studie, die vom Oxford Internet Institute und von der London School of Economics (LSE) durchgeführt wurde: „Es ist unwahrscheinlich, dass es jemals einen reinen Cyberwar geben wird.“

Wahrscheinlicher seien IT-Angriffe als Teil einer komplexen militärischen Strategie, vom klassischen Erstschlag bis zur Propagandaoffensive. Daneben, so die Autoren, wachse vor allem das Risiko von Internetspionage, und die meisten Ziele lägen in der Privatwirtschaft.  

In Deutschland rüstet sich die Regierung nun für unerwartete Cyber-Ereignisse mit dem Launch  eines "Nationalen Cyber-Abwehrzentrums" noch in diesem April. In Österreich werden ebenfalls erste Schritte auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Behörden, Institutionen und Einrichtungen gesetzt.

Namhafte Experten als Vortragende

Spezialisten aus zwei Ländern, die bereits eine eigene Behörde zum Kampf gegen Cyber-Angriffe eingerichtet haben, werden am 22. März in Hagenberg über ihre Erfahrungen mit Cyberkriminalität berichten: aus Schweden Håkan Petersson, der Electronic Warfare Officer in der Armee ist, und aus der BRD Michael Dwucet vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das die Federführung des neuen Cyber-Abwehrzentrums übernimmt.

Zudem berichten österreichische Experten wie Mag. Dieter Muhr, Oberst des Generalstabsdienstes, und Mag. Walter Unger, Leiter IKT-Sicherheit im Abwehramt des Bundesheeres aus ihren Fachbereichen.

„Wir freuen uns, Gastgeber dieser Veranstaltung zu sein und hoffen, damit das IKT-Sicherheitsbewußtsein im Land weiter zu erhöhen“, sagt FH-Prof. DI Robert Kolmhofer, Leiter des Departments „Sichere Informationssysteme“ an der FH OÖ in Hagenberg.

VERANSTALTUNGSDETAILS

Podiumsgespräch Cyberwar – Internetkrieg

Datum: Dienstag, 22. März 2011
Start: 19.00 Uhr
Ort: FH OÖ Fakultät für Informatik/Kommunikation/Medien, AudiMax, Softwarepark 11, 4232 Hagenberg
ANMELDUNG erbeten: per E-Mail via milkdoooe.ergabt@bmlvs.gv.at oder info@ogooe.at bzw. per Fax via 0043-50201 4217410

Internetkrieg - Maus in Ketten

Internationale Experten erörtern und diskutieren das Thema „Cyberwar“ am 22. März an der FH in Hagenberg. (Bildquelle: FH OÖ)