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Expanded Animation Symposium: Hagenberg thematisiert die Kunst der Performance

Das Digital Media Department der FH Oberösterreich in Hagenberg bietet mit seinem Expanded Animation Symposium vom 8. bis 10. September kostenlos Einblicke in neueste Trends und Entwicklungen im Bereich der Computer Animation. Bei diesem hochkarätigen Event mit internationalen Künstler*innen, das erneut im Rahmen des Ars Electronica Festivals stattfindet, steht heuer das Thema „The Art of Performance“ im Mittelpunkt von Vorträgen und Präsentationen.


Internationale Preisträger*innen zu Gast

„Wir sind stolz darauf, dass unser Symposium seit mittlerweile 11 Jahren fester Bestandteil des renommierten Linzer Medienfestivals ist und zum Fixpunkt im Eventkalender der internationalen Animationskunst geworden ist“, freut sich der Expanded Animation Initiator und Digital Arts Studiengangsleiter, FH-Professor Dr. Jürgen Hagler. „Heuer sind mehr internationale Vortragende denn je dabei – nämlich über 40 aus 19 Ländern –, die mit uns drei Tage lang wieder über aktuelle Schnittstellen zwischen Animation, Performance, Interaktion, Computerspiel und Audio diskutieren.“

Und dieses hochkarätige Programm können Interessierte kostenlos genießen, vor Ort beim Festival wie auch online! Denn die Vorträge, Workshops und Paneldiskussionen finden im Linzer Ars Electronica Center statt und sind zusätzlich über die Symposium Website expandedanimation.com per Livestream allen Interessierten zugänglich.

Animation, Kunst & Technologie im Fokus

Drei Tage lang werden spannende Keynotes, Paneldiskussionen, Talks, Screenings, Workshops und Ausstellungen von und mit internationalen Expert*innen und bekannten Preisträger*innen geboten.

Das Symposium startet am 8. September mit dem Panel Art & Industry:

Christopher Salter, Flavia Mazzanti & Manuel Bonell (Immerea Studio) und Vladimír Kudělka (Hangonit Studios) geben Einblick in aktuelle Produktionen, darunter animierte Kurzfilme, Virtual-Reality-Projekte, Computerspiele und interaktive Installationen. Auch die in Kanada lebende Medienkünstlerin Miwa Matreyek, Gewinnerin der Goldenen Nica in der Prix-Kategorie „Computer Animation“ 2020, und die japanische Künstlerin Akiko Nakayama stellen ihre Arbeiten vor, deren Bandbreite von Live-Zeichnung bis zur Verschmelzung von Live-Performance, Skulptur und Animation reicht. Helen Starr, Jurymitglied der neuen Prix Ars Electronica Kategorie „New Animation Art,“ setzt sich mit dem theoretischen Kontext dieser künstlerischen Positionen auseinander, während der Medientheoretiker und Spieleforscher Stephan Schwingeler über Counter-Gaming und künstlerische Performance in der Videokunst spricht. Das Künstlerkollektiv gold extra wiederum beleuchtet seine kreativen Prozesse – von Metaverse bis hin zum digitalen Theater. Den Abschluss des ersten Tages bildet die Vorstellung von ANIMA PLUS, ein neuer Verein, der die Förderung von Animationskunst und -kultur in Oberösterreich und darüber hinaus zum Ziel hat. 

Am zweiten Tag präsentieren sich weitere Künstler*innen, beginnend mit dem ASIFA Austria Forum mit Pedro Harres, Fanni Fazakas und Kris Hofmann. Nora O' Murchú und Helen Starr, Jurymitglieder in der neuen „New Animation Art“ Kategorie, diskutieren mit Ayoung Kim, der Gewinnerin der Goldenen Nica, sowie mit Bassam Issa und SANGHE, beide ausgezeichnet mit einem Award of Distinction, im Prix Forum über aktuelle künstlerische Positionen. Eine Podiumsdiskussion widmet sich dem Thema der Kunst der Performance. Rebecca Merlic stellt ihre Arbeiten, insbesondere das experimentelle Spiel GLITCHBODIES, vor. Das Künstlerkollektiv minus.eins, zu dem auch FH OÖ-Absolvent Nils Gallist gehört, und Lucy Hammond und Dirk Neldner, die beide aktiv an dem EU-geförderten Projekt „PlayOn! New Storytelling with Immersive Technologies“ beteiligt sind, geben Einblick in die Möglichkeiten des digitalen Theaters und ihre aktuelle Forschung.

Am dritten und letzten Tag wird die vierte Ausgabe von „Synaesthetic Syntax“ verschiedene Perspektiven zu haptischen Körpern, Handlungsfähigkeit, Lebendigkeit und Prozeduralität im Kontext von Performance vorstellen. Den krönenden Abschluss bildet die Keynote von Ghislaine Boddington, der britischen Pionierin zum Thema „Körper in virtuellen Welten“.

Weitere FH-Highlights bei der Ars Electronica

Nicht nur im Rahmen des Expanded Animations Symposiums ist der Campus Hagenberg aktiv am Ars Electronica Animation Festival beteiligt. Es werden auch wieder studentische Projekte aus den FH OÖ-Department für Digitale Medien in einem eigenen Programmslot im Deep Space vorgestellt. Zu sehen sind am 6. September um 17 Uhr zum Beispiel „Escape“ von Franziska Glückstein, Sofie Spreitzer und Thomas Fürst, „Samsara“ von Dario Ackermann und Jakob Aigner, „Breaking Circles“ von Sabrina Braun und Philipp Kienast sowie „Under the Surface” von Elisabeth Marx, Jana Welte und Vivian Wolf.

EVENTDETAILS:
Expanded Animation 2023
8.9.2022, 11 Uhr bis 10.9.2022, ca. 18 Uhr
Ein Event der FH OÖ Campus Hagenberg, Digital Media Department, im Rahmen des Ars Electronica Festivals
Teilnahme kostenlos möglich, vor Ort im Linzer Ars Electronica Center und online viahttps://expandedanimation.com/
Mehr Infos aufhttps://expandedanimation.com/

Neues aus Animation, Performance, Computerspiel und weiteren Bereichen der digitalen Medien stehen beim 11. Expanded Animation Symposium des FH OÖ-Departments für Digitale Medien im Linzer Ars Electronica Center im Fokus. Bildquelle: FH OÖ

Neues aus Animation, Performance, Computerspiel und weiteren Bereichen der digitalen Medien stehen beim 11. Expanded Animation Symposium des FH OÖ-Departments für Digitale Medien im Linzer Ars Electronica Center im Fokus. Bildquelle: FH OÖ

Event-Initiator FH-Prof. Dr. Jürgen Hagler (am Bild rechts, am Podium) freut sich, auch heuer wieder spannende Diskussionen und Vorträge mit internationalen Expert*innen, die diesmal aus 19 Ländern kommen, im Programm zu haben. Bildquelle: FH OÖ