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Sub-auspiciis-Auszeichnung für Absolvent

Bundespräsident ehrt DI (FH) Gerald Madlmayr mit höchster akademischer Auszeichnung


Promotionen „sub auspiciis praesidentis“, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, sind Spitzenleistungen junger WissenschafterInnen und dementsprechend selten. Dem FH-Absolventen DI (FH) Gerald Madlmayr wurde als erstem FH Oberösterreich-Studenten die Ehre einer Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten zu Teil.

Der gebürtige Mühlviertler finalisierte im Anschluss an das FH-Diplom im Studiengang Medientechnik und –design in Hagenberg sein Informatik-Studium an der Johannes Kepler Universität in Linz und gehört nun zu jenem erlauchten Kreis von rund zehn Doktoranden pro Jahr, die für ihre außerordentlichen Leistungen – sämtliche Prüfungen in ihrer schulischen und akademischen Laufbahn mit Sehr gut bzw. Auszeichnung abgeschlossen zu haben – gewürdigt werden.

Am 28. Oktober 2010 ging für den 30-jährigen IT-Experten ein Traum in Erfüllung – 6 Jahre nach seinem ausgezeichneten Studienabschluss in Medientechnik und -design an der Fakultät für Information, Kommunikation und Medien der FH Oberösterreich in Hagenberg erhielt er an der Johannes Kepler Universität eine Promotion „zum Doktor der technischen Wissenschaften unter den Auspizien des Bundespräsidenten“ und ist damit der erste FH OÖ „sub auspiciis-Doktor“ seit der Gründung des Fachhochschulwesens in Oberösterreich im Jahr 1994 und der zweite FH-Absolvent in ganz Österreich. In einem sehr exklusiven Rahmen wurde er von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer für seine Leistungen und die Verdienste für die Forschung mit einem Siegelring der Republik Österreich geehrt.

Vom Nationalbankdirektor zum IT-Experten

„Ehrlichweise kann ich es noch gar nicht richtig fassen“, freut sich der Hagenberg-Absolvent, auch wenn er insgeheim immer hohe Ziele angestrebt hat. So ist es kaum verwunderlich, dass er im Alter von 12 Jahren bereits Nationalbankdirektor werden wollte, weshalb mit seiner Ausbildung an der Handelsakademie in der Rudigierstraße dafür der erste Grundstein gelegt wurde. „Nach der Matura wollte ich aber etwas aus Kombination von IT und Gestaltung studieren, weshalb Hagenberg hierfür natürlich die erste Adresse war“, schildert er seine Wahl für das Bildungsangebot an der FH OÖ.

Nach einem Auslandsaufenthalt in München und einem Semester in Princeton kehrte er wieder an den Campus nach Hagenberg zurück, um neben seiner Forschungstätigkeit im Bereich Telekommunikation und Nahfeldkommunikation (Near Field Communication – NFC) eine Dissertation in Angriff zu nehmen. „Sein Engagement für Forschung aber auch sein Einsatz für den Standort Hagenberg hat uns einen nachhaltigen Vorsprung im Bereich von NFC gebracht“, erzählt FH-Professor an den Studiengängen Hardware-Software-Design und Embedded Systems Design und Leiter des NFC Research Labs in Hagenberg, Dr. Josef Langer.

EU-Kommissarin vertraut auf Oberösterreicher

Die Erfolge seiner Arbeit spiegeln sich allerdings nicht nur in seinen Noten wider, sondern auch in rund 20 Publikationen und Buchbeiträgen, einer Vielzahl an Innovations- und Technologie-Preisen sowie seiner internationalen Reputation als Experte in seinem Fachgebiet, auf das die Forschungspartner in der Industrie gerne zurückgreifen. Kürzlich wurde er auch von der EU-Kommissarin für ICT (Information, Kommunikation und Telekommunikation) Neelie Kroes in das Board der Young Avisors nach Brüssel berufen.

FH OÖ Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger zollt Gerald Madlmayr für seine tolle Leistung höchste Anerkennung. „Dass nun ein FH OÖ Absolvent diese höchste akademische Auszeichnung in der langjährigen Erfolgsgeschichte der Fachhochschulstudiengänge in Oberösterreich erhält, unterstreicht die hohe Qualität der Ausbildung an der FH OÖ“, so Reisinger. Das sei auch ein Zeichen für die gute Kooperation zwischen FH OÖ und Universität.

„Ich möchte Herrn Madlmayr zu seiner Leistung und seinem Erfolg ganz herzlich gratulieren sowie mich für den Einsatz für den FH-Standort Oberösterreich bedanken“, stellt sich die oö. Landesrätin für Wissenschaft und Forschung, Mag.a Doris Hummer, mit Gratulationswünschen ein.

Bundespräsident Fischer (l.) und Gerald Madlmayr

DI (FH) Gerald Madlmayr erhielt an der Johannes Kepler Universität eine Promotion „zum Doktor der technischen Wissenschaften unter den Auspizien des Bundespräsidenten.“ (Bildquelle: Klaus Zacherl, Abdruck honorarfrei)