Campus HagenbergInformatik, Kommunikation, Medien

Embedded Systems als digitale Fitnesstrainer

Sportgeräte bekommen ein elektronisches Gehirn

Auch im Fußball und der Leichtathletik wird die Mikroelektronik zunehmend als großes Potenzial erkannt. Während man die Pulsmessung mittels Brustgurt schon lange kennt, kommt nun immer stärker der Einsatz von zusätzlicher Sensorik und Software hinzu.

Einerseits sind es die modernen Smartphones, welche mit ihren Sensoren bereits eine Vielzahl von Umgebungsparametern wie Lage- und Beschleunigungsinformationen oder Bewegungs- und Höhenprofile mittels GPS ermitteln und aufzeichnen können, auch unterstützt durch direkte Internetkommunikation. Andererseits kommt nun immer mehr spezielle Mikroelektronik zum Einsatz, die in Sportgeräten verbaut ist und dort Daten protokolliert.

Für mehr Dynamik: Ein Fußballschuh denkt mit

Adidas hat mit dem F50[1] einen Sportschuh mit integriertem Elektronik-Chip entwickelt. Dieses mittig in der Fußsohle sitzende Embedded System zeichnet Bewegungsinformationen bis zu 7 Stunden auf. Neben herrschenden Kräften, Beschleunigungswerten und Drehwinkeln werden auch die Anzahl der Sprints oder der zurückgelegte Weg von spezieller Elektronik ermittelt und gespeichert.

Nach dem Training kann der Chip per Funk ausgelesen und ausgewertet werden, das Training also analysiert und optimiert werden. Diese Statistik lässt sich mit anderen Spielern austauschen und auf speziellen Webseiten mit Profispielern vergleichen.

Die Kombination von Sport & Fitness mit modernen Embedded Systems eröffnet viele spannende Möglichkeiten, wo Spaß auf Hightech trifft. Die Branche steht hier noch ganz am Anfang.

[1] Adidas F50 adizero miCoach: "The Boot with a Brain"
www.adidas.com