Campus HagenbergInformatik, Kommunikation, Medien

Forschungsgruppen

Schwerpunkt Informations- und Kommunikationssysteme

Moderne Computertechnik steckt heute in unzähligen Geräten und sorgt für die Intelligenz dieser Systeme. Die Research Group „Embedded Systems“ beschäftigt sich einerseits mit der professionellen Entwicklung solcher kombinierten Hardware/Software-Lösungen, wie sie in Industrieanlagen, Robotern, Fahrzeugen oder Smart Home zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird in der digitalen Hochfrequenz-Kommunikation geforscht, um mit neuartigen Verfahren den Entwurfsprozess von integrierten Schaltungen zu beschleunigen. Anwendungsfeld ist hier der breitbandige Mobilfunk der nächsten Generation.

Die Forschungsgruppe NEMO beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Untersuchung von mobilen und drahtlosen Funksystemen und der Analyse der Auswirkungen von Methoden der Beeinflussung des Individualverkehrs auf die Nutzung von Ressourcen. Die Kommunikation zwischen Autos bzw. von Autos mit Straßeninfrastruktur ermöglicht neue Vorgangsweisen bei der Steuerung des Individualverkehrs.

In unserer vernetzten Gesellschaft spielt der Schutz von Know-how und Ressourcen eine immer größere Rolle. Die FH OÖ forscht in den Bereichen: kritische Infrastrukturen, Computer- Forensik, Verbesserung kryptographischer Verfahren, frühes Erkennen von Schadsoftware und Bedrohungen über das Internet sowie Risikomanagement und Aufbau einer sicheren Unternehmensorganisation.

Im Josef Ressel Zentrum u’smile werden Möglichkeiten untersucht, um mobile Systeme für sicherheitskritische Anwendungen tauglich zu machen. Dies inkludiert die bessere Absicherung der Hardware und des Betriebssystems sowie Methoden zur intuitiven Benutzerinteraktion.

Schwerpunkt Medien- und Wissenstechnolgien

Die Schwerpunkte umfassen die Konzeption von Lern- und Arbeitsumgebungen zur kooperativen Wissensgenerierung und -kommunikation sowie deren Umsetzung im Bereich des organisationalen Lernens. Die Forschungsaktivitäten befassen sich mit der Entwicklung kollaborativer und adaptiver Systeme, der Interaktion zwischen Mensch und Maschine, dem Aufbau von Wissensbasen sowie dem gezielten Einsatz von semantischen Technologien zur Wissensvernetzung, -verarbeitung und -extraktion.

Dieses Labor beschäftigt sich mit Mensch-Maschine Schnittstellen, angewandter Computergrafik und neuen Interaktionstechniken (mit interaktiven Tischen und Wänden). Es ist Teil des Departments für Digitale Medien und kombiniert technisches Know-how mit gestalterischer Expertise. In den aktuellen Projekten werden Multi-User Interaktionstechniken und interaktive Whiteboards z. B. zur Koordination von Notfall-Einsätzen oder Anwendungsszenarien für neuartige drucksensitive Folien entwickelt.

Audiovisuelle Medien werden immer interaktiver und erlauben es den Konsumenten das Medienerlebnis mitzugestalten. Die Forschungsgruppe untersucht an der Schnittstelle zwischen Computerspiel und Animation u. a. neue natürliche und spielerische Interaktionsformen wie beispielsweise Eyetracking oder gruppengesteuerte Spiele und Installationen auf ihre Anwendbarkeit in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kunst.

Schwerpunkt Software Technologie und Anwendungen

Neue Interaktions-Konzepte und Technologien ermöglichen die Entwicklung und Nutzung von natürlichen Benutzerschnittstellen für industrielle Arbeitsplätze sowie Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Für diese Anwendungsdomänen werden von der Forschungsgruppe assistierende Systeme und Hilfsmittel entwickelt um Arbeitsprozesse und Aktivitäten des täglichen Lebens zu erleichtern. Dabei kommen Methoden wie Design Thinking und Interaktionsdesign zum Einsatz.

Die Bioinformatik Forschungsgruppe der FH OÖ erforscht und entwickelt Algorithmen zur Analyse von molekularbiologischen Daten. Dazu zählen unter anderem Massenspektrometriedaten, Mikroskopieaufnahmen von Zellen und DNA-Sequenzen. Die dafür entwickelten Programme werden verwendet, um die Ursachen von Erkrankungen zu entdecken sowie entsprechende Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln und um biologische Prozesse zu simulieren.

  • Research Group e-Health – Integrierte Versorgung

IT-unterstützte Health- und Fitnesssysteme werden durch die Integration von Autonomous Devices, Virtual/Augmented Reality und Mobile Systems erweitert. Die Einsatzmöglichkeiten solcher kommunizierenden, assistierenden und analysierenden Systeme sowie die Erstellung und Einbindung von Standards stehen im Fokus der der Forschungsarbeit.

Die Forschungsgruppe modelliert und optimiert Aufgaben vornehmlich aus den Bereichen Produktion und Logistik. Zur Anwendung kommen dabei simulationsbasierte Ansätze in Kombination mit heuristischen Optimierungsverfahren und verschiedenen Data-Mining Ansätzen.

Der Fokus dieser Gruppe liegt auf der Interaktion zwischen mobilen Endgeräten und der umgebenden Infrastruktur (Displays, eingebettete Systeme, interaktive Tische etc.). Neben der Entwicklung neuartiger Interaktionstechniken, Anwendungen und Dienste stellt deren Usability-Evaluation einen zentralen Forschungsschwerpunkt dar.

Die Research Groups sind fest in nationalen und internationalen Netzwerken von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen verankert. Auf diesem Nährboden entwickeln sich einerseits erfolgreich Exzellenzzentren, als umfassende Ansprechpartner für Firmen, und andererseits auch Konsortien für große EU-Projekte. Davon profitiert nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern auch die Studierenden, die direkt in die Forschungsaktivitäten eingebunden werden. Darüber hinaus wird so der Ausbau Hagenbergs zum Zentrum für angewandte IT-Forschung gefördert.