Campus HagenbergInformatik, Kommunikation, Medien

Forschungsgruppen

Schwerpunkt Informations- und Kommunikationssysteme

Moderne Computertechnik steckt heute in unzähligen Geräten und sorgt für die Intelligenz dieser Systeme. Die Research Group „Embedded Systems“ (www.embedded-lab.at) beschäftigt sich einerseits mit der professionellen Entwicklung solcher kombinierten Hardware/Software-Lösungen, wie sie in Industrieanlagen, Robotern, Fahrzeugen oder Smart Home zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird in der digitalen Hochfrequenz-Kommunikation (signal-processing-lab.fh-hagenberg.at) geforscht, um mit neuartigen Verfahren den Entwurfsprozess von integrierten Schaltungen zu beschleunigen. Anwendungsfeld ist hier der breitbandige Mobilfunk der nächsten Generation.

Die Forschungsgruppe NEMO (nemo.fh-hagenberg.at) beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Untersuchung von mobilen und drahtlosen Funksystemen und der Analyse der Auswirkungen von Methoden der Beeinflussung des Individualverkehrs auf die Nutzung von Ressourcen. Die Kommunikation zwischen Autos bzw. von Autos mit Straßeninfrastruktur ermöglicht neue Vorgangsweisen bei der Steuerung des Individualverkehrs.

In unserer vernetzten Gesellschaft spielt der Schutz von Know-how und Ressourcen eine immer größere Rolle. Die FH OÖ forscht in den Bereichen: kritische Infrastrukturen, Computer- Forensik, Verbesserung kryptographischer Verfahren, frühes Erkennen von Schadsoftware und Bedrohungen über das Internet sowie Risikomanagement und Aufbau einer sicheren Unternehmensorganisation.

Schwerpunkt Medien- und Wissenstechnologien

Die Forschungsfelder umfassen die Konzeption von Lern- und Arbeitsumgebungen zur kooperativen Wissensgenerierung und -kommunikation sowie deren Umsetzung im Bereich des organisatorischen Lernens unter Berücksichtigung flexibler Arbeitsmodelle. Weitere Forschungsgebiete befassen sich mit der Entwicklung kollaborativer, personalisierter und adaptiver Systeme, der Interaktion zwischen Mensch und Maschine, dem Aufbau von Wissensbasen sowie dem gezielten Einsatz von semantischen Technologien zur Wissensvernetzung, -verarbeitung und -extraktion. Die Forschungsaktivitäten lassen sich zu den drei Schwerpunkten webbasierte Medien und Online-Kommunikation, Lernen und Arbeiten in digitalen Zeiten sowie Personalized Human-Computer Interaction zusammenfassen.

Ist eines der führenden österreichischen Forschungslabors im Bereich Human-Computer Interaction (mi-lab.org). Das Labor ist Teil des Departments für Digitale Medien und kombiniert technisches Know-how mit gestalterischer Expertise, ausgehend von einem grundlegenden Verständnis der Benutzer und deren Bedürfnissen. Schwerpunkte sind dabei die Erforschung und Entwicklung von Computerschnittstellen von morgen. Im COMET Projekt „TextileUX“ wird zurzeit gemeinsam mit der JKU Linz an smarten drucksensitiven Textilien (Gewebe, Gestricke etc.) geforscht, welche derzeit vor allem in der Automobilindustrie Anwendung finden. Im Beyond Europe Projekt „Innovation Playground“ werden innovative Arbeitsräume entwickelt, die durch Kombination von flexiblen Raumkonzepten, smarten Möbeln und digitalen Tools zur Unterstützung unternehmensinterner Innovationsprozesse dienen.

Die Forschungsgruppe „Playful Interactive Environments” (PIE, pie.fh-hagenberg.at) untersucht an der Schnittstelle zwischen den Medien Computerspiel und Animation neue natürliche und spielerische Interaktionsformen. Dabei werden Ansätze mit Eye-Tracking, gruppengesteuerten Spielen, audioreaktiver Interaktion sowie auch Augmented und Virtual Reality entwickelt und auf ihre Anwendbarkeit in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kunst evaluiert.

  • Research Group Human Interfaces & Virtual Environments

Die Gruppe „Human Interfaces & Virtual Environments“ (HIVE, hive.fh-hagenberg.at/) verfügt über umfangreiche und langjährige Expertise in der Forschung und Entwicklung im Bereich der Mensch-Computer-Interaktion, der Datenvisualisierung sowie der virtuellen und augmentierten Realität. Die Forschungsgruppe beschäftigt sich mit der Gestaltung und technischen Umsetzung neuartiger digitaler Werkzeuge zur Visualisierung, Exploration oder Manipulation von Daten und Prozessen. Dazu werden natürliche Interaktionstechniken und intuitive Darstellungsverfahren für verschiedenste Anwendungsgebiete entwickelt und evaluiert, z. B. Produktionsdatenvisualisierung auf interaktiven Wänden, Visualisierung biologischer oder logistischer Netzwerke in Virtual Reality oder neue Medien zur digitalen Teamarbeit.

Schwerpunkt Software Technologie und Anwendungen

  • Research Group Advanced Information Systems and Technologies

Ziel der Forschung ist es, eine bessere Verfügbarkeit von IT-assistierten Systemen durch die Anwendung aktueller Software-Technologien und -Standards sowie durch Berücksichtigung benutzerzentrierter Entwicklung zu ermöglichen (aist.fh-hagenberg.at). Das Forschungsspektrum reicht von der Integration und Neuentwicklung von Softwarekomponenten und Algorithmen im Bereich moderner Informationssysteme für Virtual und Augmented Reality-Anwendungen, Autonomous Devices und Mobile Systeme sowie Medizinsoftware.

Neue Interaktions-Konzepte und Technologien ermöglichen die Entwicklung und Nutzung von natürlichen Benutzerschnittstellen für industrielle Arbeitsplätze sowie Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Für diese Anwendungsdomänen werden von der Forschungsgruppe assistierende Systeme und Hilfsmittel entwickelt um Arbeitsprozesse und Aktivitäten des täglichen Lebens zu erleichtern. Dabei kommen Methoden wie Design Thinking und Interaktionsdesign zum Einsatz.

Die Bioinformatik Forschungsgruppe der FH OÖ (bioinformatics.fh-hagenberg.at) erforscht und entwickelt Algorithmen zur Analyse von molekularbiologischen Daten. Dazu zählen unter anderem Massenspektrometriedaten, Mikroskopieaufnahmen von Zellen und DNA-Sequenzen. Die dafür entwickelten Programme werden verwendet, um die Ursachen von Erkrankungen zu entdecken sowie entsprechende Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln und um biologische Prozesse zu simulieren.

Die Forschungsgruppe (heal.heuristiclab.com) modelliert und optimiert Aufgaben vornehmlich aus den Bereichen Produktion und Logistik. Zur Anwendung kommen dabei simulationsbasierte Ansätze in Kombination mit heuristischen Optimierungsverfahren und verschiedenen Data-Mining Ansätzen. Im Bereich der intelligenten Datenanalyse liegt ein besonderer Forschungsschwerpunkt auf der interpretationsfähigen Datenanalyse (Whitebox Data Mining).

Im Josef Ressel Zentrum für Symbolische Regression (SymReg) werden Methoden und Algorithmen für die datenbasierte, semi-physikalische Modellierung erforscht und entwickelt. Die neu entwickelten Verfahren werden eingesetzt, um die Modellierung, Auslegung und Steuerung von Antriebssträngen und Reibsystemen zu verbessern.

Im Josef Ressel Zentrum für adaptive Optimierung in dynamischen Umgebungen (adaptOp, adaptop.at) werden vorrausschauende und lernfähige Optimierungsalgorithmen erforscht und entwickelt, die in dynamischen Produktionsprozessen Änderungen vorhersehen und proaktive Reaktionen ermöglichen können. Diese neuen Verfahren werden in der operativen Prozesssteuerung bei der Herstellung von Stahl und Flachglas eingesetzt, um die Effizienz der Produktion, der Lagerung und des innerbetrieblichen Transports zu verbessern.

Der Fokus dieser Gruppe liegt auf der Interaktion zwischen mobilen Endgeräten und der umgebenden Infrastruktur (Displays, eingebettete Systeme, interaktive Tische etc.). Neben der Entwicklung neuartiger Interaktionstechniken, Anwendungen und Dienste stellt deren Usability-Evaluation einen zentralen Forschungsschwerpunkt dar.

Die Forschungsgruppe konzentriert sich auf Themen der Personalisierung im Web und der Analyse und Computer-basierten Unterstützung von Kollaborationsprozessen zwischen Menschen sowie Mensch und Maschine. Personalisierung umfasst dabei beispielsweise die Empfehlung von Inhalten, die individuelle Anpassung von Darstellungsformen und die Individualisierung von Interaktionsmethoden, aber auch die darunterliegende Modellierung relevanter Informationen (z. B. individueller Präferenzen und Ziele der Benutzer*innen).
Die Analyse und Unterstützung von Kollaboration ist vor allem im Zuge der aktuellen Trends zu flexiblen Arbeitsbedingungen und internationaler Zusammenarbeit in räumlich verteilten Teams ein sehr aktuelles Thema.

Die Research Groups sind fest in nationalen und internationalen Netzwerken von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen verankert. Auf diesem Nährboden entwickeln sich einerseits erfolgreich Exzellenzzentren, als umfassende Ansprechpartner für Firmen, und andererseits auch Konsortien für große EU-Projekte. Davon profitiert nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern auch die Studierenden, die direkt in die Forschungsaktivitäten eingebunden werden. Darüber hinaus wird so der Ausbau Hagenbergs zum Zentrum für angewandte IT-Forschung gefördert.