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HTL-Schülerinnen zu Besuch in Hagenberg

Am 26. September lud LH-Stv. Mag.a Haberlander zum Zukunftsforum 2019 in die Oberbank ein, um das Thema Vielfalt in der künstlichen Intelligenz in seiner ganzen Breite zu diskutieren. Als Kooperationspartnerin dieser Veranstaltung lud die FH OÖ Campus Hagenberg zuvor zu einem Workshop an die Fakultät ein. Im Anschluss daran organisierte das Frauenreferat des Landes Oberösterreich einen interessanten Themenabend unter dem Motto „Frauen gestalten Zukunft“ und bot zahlreiche Einblicke in das vielfältige Themenspektrum. Univ.Prof.in Dr.in Sabine Köszegi und der Zukunftsforscher Matthias Horx referierten über Chancen und Herausforderungen einer digitalisierten Welt und blickten auch auf Sinnhaftigkeit und Nutzen moderner Technologien.


Der am Campus Hagenberg organisierte Sensibilisierungsworkshop wurde im Rahmen des HTL-Mentoring-Programms für knapp 40 HTL-Schülerinnen abgehalten. Assistenz-Professorin Susanne Schaller MMSc gestaltete gemeinsam mit Victoria Rammer, MA einen kurzweiligen Nachmittag, an denen die jungen Frauen mit KI-Themen und Fragen zu Gendergerechtigkeit in Berührung kamen. Im Workshop "Warum künstliche Intelligenz ohne Vielfalt nicht funktioniert" wurde kritisch hinterfragt, welche Implikationen historisch gewachsene Daten mit sich bringen und wie wichtig es ist, einen kritischen Blick auf systemische Diskriminierungen zu werfen.

Nach einer Campusführung durch Dr. in Martina Gaisch wurde die Delegation aus sieben unterschiedlichen Schulen vom Hagenberger Dekan Dr. Kerschbaumer begrüßt, der auch einen einen Einblick in die Studienangebote der Fakultät gab.

Um 18 Uhr fuhr der Bus mit den gut vorbereiteten jungen Frauen zur Abendveranstaltung, die mit über 400 Teilnehmer/innen sehr gut besucht war. Von Seiten der FH OÖ nahm Dr.in Martina Gaisch an der Podiumsdiskussion teil. Als wissenschaftliche Leiterin von Diversity Management weiß sie über die Gründe der fehlenden Vielfalt in der Tech-Industrie Bescheid und zeigte zahlreiche Initiativen auf, die zu mehr Diversität und einer höheren Sensibilität in der Informatikbranche führen können. Die FH OÖ hat im Bereich Frauen in MINT einige sehr innovative Ansätze gewählt, z. B. das Durchstarterinnen-Programm "Denk MINT - Studier Informatik".

„Im Rahmen dieser Veranstaltung ist es sehr gut gelungen, unterschiedliche Problemstellungen einer vergeschlechtlichten Technologie und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft aufzuzeigen. Auch der Workshop in Hagenberg war bestens geeignet, die jungen HTL-Frauen auf diese Verzerrungen aufmerksam zu machen und für eine weitere MINT-Karriere zu stärken“, zeigt sich Gaisch erfreut. Die Rückmeldungen der HTLerinnen waren äußerst positiv und auch die Lehrkräfte nahmen einige neue Perspektiven und Erklärungsmodelle mit in ihren Schulalltag. „Eine tolle Veranstaltung, die auch viel Platz für Vernetzungsmöglichkeiten lässt“, so Mag. Regina Seeburger von der HTL Braunau, die gleich mit sieben Schülerinnen am Mentoring-Programm teilnahm.

v.l.: Moderatorin Dr.in Christin Haiden, Mag.a KR.in Doris Schreckender, Mag. Dr. Josef Weißl, MBA, Univ.Prof.in Dr.in Sabine Köszegi, LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Matthias Horx, DIin Elisabeth Spitzenberger, MBA, Mag.a Dr.in Martina Gaisch Foto: Land OÖ/Grilnberger

Workshop zum Thema "Warum künstliche Intelligenz ohne Vielfalt nicht funktioniert" mit Susanne Schaller MMSc und Victoria Rammer MA. Foto: FH OÖ

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Zu Besuch waren Schülerinnen und Lehrkräfte der HTL Perg, HTL Braunau, HTL Leonding, HTL Wels, HTL Goethestraße, HTL LITEC, HTL Grieskirchen und HTL Vöcklabruck. Foto: FH OÖ

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Podiumsdiskussion mit Dr.in Martina Gaisch. Foto: Land OÖ/Grilnberger