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Mit dem Auto ins Auslandssemester nach Norwegen

Ein Auslandssemester an sich ist für die meisten schon Abenteuer genug. Nicht für Laureen Schausberger (21) und Mark Peneder (22). Die beiden „Mobile Computing“-Studierenden starteten ihre Auslandserfahrung mit einem Roadtrip.


Rund 2.000 Kilometer sind es von Oberösterreich in die norwegische  Stadt Gjovik, wo Laureen Schausberger und Mark Peneder in diesem Semester studieren. Die 30.000-Einwohner-Stadt liegt zwei Stunden von der Hauptstadt Oslo entfernt, gilt als verschlafen. „Eine Bekannte hat erzählt, dass der öffentliche Verkehr dort eher schlecht ausgebaut, dafür aber verhältnismäßig teuer sei“, so Peneder. Das brachte im Falle der beiden Studierenden den Stein, oder besser gesagt das Auto ins Rollen: Um das Öffi-Verkehr-Problem zu umgehen, entschieden sich die beiden kurzerhand, mit Laureens Auto nach Norwegen zu fahren.

Mit Hilfe von Google Maps planten die „Mobile Computing“-Studierenden ihren Roadtrip  samt Zwischenstopps in Berlin, Kopenhagen und Göteborg. Dauer der Reise ins Auslandssemester: 168 Stunden, also eine Woche.

Die 21-Jährige erinnert sich an die Fahrt zurück: „Verzweifelt navigierte ich meinen Mazda durch die Berliner Innenstadt auf der Suche nach unserem Hotel, während Mark sein Buch las. Danach hatte der Co-Pilot Leseverbot.“

Herbst im norwegischen Sommer

In Norwegen angekommen mussten sich die beiden Studierenden erst einmal eingewöhnen. „Nachdem wir uns damit abgefunden haben, dass der Sommer in Norwegen eigentlich Herbst heißen müsste und alles um ein Vielfaches teurer ist als daheim, ist es hier richtig super“, lacht Schausberger.

Sie und ihr Studienkollege können das Auslandssemester an der renommierten Norwegian University of Science and Technology aber auf jeden Fall weiterempfehlen. Laut Peneder sei es einer der aufregendsten Lebensabschnitte, da man viele verschiedene Leute aus verschiedenen Kulturen kennenlerne. „Norweger sind zum Großteil richtige Eigenbrötler. Es kann schwierig sein, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, außer sie sind schon angeheitert“, schmunzelt er.

Bis Dezember sind die beiden noch in Norwegen, dann steht die Rückreise an – wieder mit dem Auto. Auf Laureen Schausberger wartet ein Berufspraktikum als Entwicklerin bei Runtastic, Mark Peneder hofft auf eine Stelle in Berlin oder Wien.