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"Honorable Mention Award“ für FH-Prof. Dr. Christian Jetter

Bei der weltweit größten und renommiertesten Konferenz im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion, der CHI-Konferenz, wurde FH-Prof. Dr. Hans-Christian Jetter in Denver/USA der „Honorable Mention Award“ – eine Ehrung für die besten 5 Prozent der Einreichungen - verliehen.


Rund 3.000 ExpertInnen nehmen jährlich an der CHI-Konferenz (Conference on Human Factors in Computing Systems) teil, internationale Spitzenforschung von MIT bis Stanford trifft auf führende Technologiekonzerne wie Microsoft, Google und Facebook. Dabei werden die besten Arbeiten im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion prämiert – und somit heuer auch die von FH OÖ Prof. Dr. Hans Christian Jetter, Forscher an der Fakultät Hagenberg.

Hans-Christian Jetter schaffte es mit seinem Paper zum Thema „Is Two Enough?! Studying Benefits, Barriers, and Biases of Multi-Tablet Use for Collaborative Visualization“, das er bei der Konferenz in den USA vorstellte, unter die besten fünf Prozent und erhielt dafür den „Honorable Mention Award“.

Forschung zu Tablet-Verwendung

Jetter, der 2015 vom University College London nach Hagenberg gekommen ist, lehrt und forscht im Studiengang Human-Centered Computing. Die von ihm auf der CHI Konferenz präsentierte Forschung beschäftigt sich mit der Frage, wie mehrere Tablets Benutzern dabei helfen können, Daten besser zu visualisieren und zu erforschen, so dass neue Zusammenhänge und Muster sichtbar werden. “Tablets sind dabei besonders interessante Geräte, da sie in vielen Punkten die Vorteile von leistungsfähiger Computertechnologie mit der bestechenden Einfachheit eines Stück Papiers verbinden. So kann idealerweise eine einfache und natürliche Bedienung erreicht werden“, erklärt er. “Solche Werkzeuge sollen letztlich dazu dienen, dass in Unternehmen oder anderen großen Organisationen Entscheidungen auf der Basis von Daten und nicht nur aufgrund von Bauchgefühl getroffen werden”, so der Forscher, der bei dem Projekt mit Dr. Roman Rädle von der Universität Aarhus in Dänemark und Prof. Dr. Harald Reiterer von der Universität Konstanz zusammengearbeitet hat.  

Die Arbeit fand im Rahmen des standortübergreifenden FFG Projekts USIVIS statt, in dem Jetter gemeinsam mit FH-Prof. Peter Hofer vom Studiengang Controlling, Rechnungswesen und Finanzen am Campus Steyr zusammenarbeitet. Ziel des Projekts ist es die regionale Wirtschaft und Industrie im Bereich Datenvisualisierung und Mensch-Computer-Interaktion zu beraten und die FH OÖ zum Anlaufpunkt für die anwendungsorientierte Forschung in diesem Bereich zu machen.

Jetter ist nicht der erste FH OÖ Forscher, der bei der CHI-Konferenz für seine Arbeit ausgezeichnet wurde. FH-Prof. PD DI Dr. Michael Haller, ebenfalls Forscher an der Fakultät Hagenberg, erhielt 2016 bei der Konferenz ein „Best Paper“ für seine Einreichung, die zu den besten 1 Prozent gehörte.

 

Link zur Konferenz: 

https://chi2017.acm.org

Das Team nach der Entgegennahme der Auszeichnung: Roman Rädle von der Universität Aarhus (links), Hans-Christian Jetter vom Campus Hagenberg (Mitte) und Harald Reiterer von der Universität Konstanz (rechts). Foto: FH OÖ