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Hagenberger Forscher begeistern bei Chaos Computer Club Konferenz

Die Forschungsaktivitäten unseres Departments Sichere Informationssysteme zum Thema KI-basierte Manipulation von Videos versetzten bereits die BesucherInnen des Security Forums Mitte April in Hagenberg in Erstaunen und standen im Fokus von Artikeln in Zeitungen wie Der Standard und Oberösterreichische Nachrichten. Am vergangenen Karfreitag (19. April) präsentierten sie Eckehard Hermann, Harald Lampesberger, Alexander Aigner und Rene Zeller auch bei der Easterhegg Konferenz des Chaos Computer Clubs Wien.


Der Chaos Computer Club Wien (C3W) ist eine Gemeinschaft, die sich grenzüberschreitend für Informationsfreiheit einsetzt, den kritischen Umgang mit elektronischen Medien sowie der Risiken und Nebenwirkungen der elektronischen Kommunikation und die Verbreitung von freien Technologien und Standards und das Wissen um diese Entwicklung fördert. 

Diese Jahr lud er von 19. bis 22.4. ins Neue Elektrotechnischen Institut der TU Wien zur "Easterhegg" Konferenz ein, die diesmal unter dem Motto "Bun Intended" stand. Teil des Programm war auch ein Talk von Forschern des am Campus Hagenberg beheimateten FH OÖ-Departments Sichere Informationssysteme.

Live-Demonstration von KI-basierten Methoden der Videomanipulation

In diesem Talk demonstrierten Eckehard Hermann, Harald Lampesberger, Alexander Aigner und Rene Zeller, wie Videos aus Überwachungskameras via Künstliche Intelligenz (KI) manipuliert werden können. Als Beispiel wurden Personen aus der Echtzeitübertragung einer IP-Kamera entfernt, um unbemerkt Objekte zu platzieren. Um dies zu ermöglichen wurde zusätzlich ein Angriffsvektor auf IP-Kameras gezeigt.

"Deep Learning ermöglicht beeindruckende Lösungen für die Echtzeitanalyse von Videosstreams, zum Beispiel dem Erkennen von Objekten. Unsere Forschungsgruppe verwendet Deep-Learning-basierte Methoden im Kontext von Videoüberwachung, auch aus Sicht eines Angreifers", sagt Eckehard Hermann, Forscher und Lehrender am Department Sichere Informationssysteme.

Die Forscher zeigten mittels eines aktuellen Showcase, wie die Objekterkennung mit weiteren Methoden kombiniert werden kann, um Personen aus der Echtzeitübertragung einer IP-Kamera zu entfernen. Dies ermöglicht beispielsweise das unbemerkte Entfernen und Platzieren von Objekten. Da kein voraufgezeichnetes Material verwendet wird, läuft der Zeitcode im Bild hierbei nahtlos weiter.

Ebenfalls live wurden Modifikationen an der Firmware der Kamera vorgenommen, um einen Angreifer die Manipulation des Videostreams zu ermöglichen. Dafür wird ein selbst entwickeltes Werkzeug für Sicherheitsanalysen eingesetzt, das flexibel und interaktiv zur Veränderung von Firmware verwendet werden kann.

Abschließend erklärten die Forscher die aktuellen Einschränkungen des gezeigten Showcase und was zur Vermeidung eines solchen Szenarios, das sich Cyberkriminelle zunutze machen können, zu nötig ist.

Jetzt das Video zum Talk "Ki-Basierte Modifikation von Videostreams aus Überwachungskameras" ansehen!

Spannender Vortrag Vortrag bei der Easterhegg Konferenz in Wien: Eckehard Hermann, Professor und Forscher am Department Sichere Informationssysteme (Mitte), Alexander Aigner, wissenschaftlicher Mitarbeiter (rechts im Bild) und Rene Zeller, Student im Master Sichere Informationssysteme (links)