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Digitale Assistenzsysteme in der Montage

Wels. Die Digitalisierung von Fertigungsprozessen stellt den Mensch wieder in den Mittelpunkt. Wurden früher Produkte in möglichst großer Stückzahl produziert, so können nun aufgrund der Digitalisierung die Produkte auf die jeweiligen Kundenwünsche zugeschnitten werden. Die automatisierte Massenfertigung von Produkten wurde bereits in vielen Bereichen von einer individuellen Produktion abgelöst. Durch diese neue Art der Produktion rückt der Mensch mit seiner Fähigkeit, auf geänderte Produktionsbedingungen schnell reagieren zu können, wieder in den Mittelpunkt. In einem FFG COIN-Forschungsprojekt am FH OÖ Campus Wels forschen Wissenschaftler daran, wie Mitarbeiter adäquat geschult und unterstützt werden können, damit sie qualitativ hochwertige Produkte wirtschaftlich fertigen können. Kürzlich traf sich die europäische Fachwelt zu einer wissenschaftlichen Tagung in Wels.


Im 1,5 Mio Euro Forschungsprojekt „Human centered workplace for Industry“ arbeiten die 3 FH OÖ Fakultät Wels, Hagenberg und Steyr zusammen. Insgesamt forschen 10 Wissenschaftler in der Forschungsfabrik der Zukunft am Campus Wels, wo Roboter, digitale Informationssysteme und die Produktionsmitarbeiter zusammenarbeiten (kollaborieren).

Augmented Reality und kollaborierende Roboter unterstützen
„Die sogenannte smarte Produktion führt zu immer komplexer werdenden Produktportfolios, einer steigenden Anzahl verwendeter und verarbeiteter Materialien, sowie stark verteilten und dezentralisierten Produktionswertketten und unterschiedlichen Prozesstechnologien“, erklärt Forschungsleiter FH-Prof. Dr. Roman Froschauer und weiter: „Unser Ziel ist es, die Anlernphase und auch die tägliche Arbeit von Montage-MitarbeiterInnen durch Assistenzmaßnahmen in der Montage zu minimieren bzw. zu unterstützen. Diese reichen von produktspezifischen Arbeitsanweisungen auf einem Bildschirm, über Augmented Reality Systeme bis zu kollaborativen Robotern am Arbeitsplatz.“

Ergebnisse für Firmenvertreter präsentiert
Bei der Tagung nahmen 70 Forscher und Firmenvertreter teil. „Unser Ziel war es, die ersten Forschungsergebnisse den Firmenvertretern zu präsentieren und zu diskutieren“, so Froschauer, der Studiengangsleiter des berufsbegleitenden Masterstudienganges Robotic Systems Engineering ist. Neben diesem Welser Masterstudium wird auch im Hagenberger Master-Studium Human-Centered Computing der Fokus auf die Berücksichtigung des Menschen in den industriellen Fertigungsprozessen der Zukunft gelegt.

Die Präsentatoren der Human centered workplace for industry-Tagung: v.li.n.re. Dr. Markus Funk, FH-Prof. Dr. Werner Kurschl, Dr. Gernot Stübl, Karl Aumayr, Mag. Thomas Meneweger, Manuel Brunner MSc, FH-Prof. Dr. Roman Froschauer Bildquelle: FH OÖ