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Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre Girls’ Day in Hagenberg

Am 15. Juni fand am Campus Hagenberg  die Jubiläumveranstaltung zu 20 Jahre Girls‘ Day statt. Organisiert wurde sie zusammen mit dem Frauenreferat und der Frauenreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander. Die spannende Veranstaltung wurde von 40 geladenen Gästen und externen Teilnehmer*innen via MS Teams besucht.

Im Programm waren unter anderem zwei kreativen Poetry Slams, die Vorstellung und Auszeichnung von MINT-Mutmacherinnen, die Auszeichnung der Preisträgerinnen der Girls’Day Challenge 2021 und verschiedene Podiumsdiskussionen. Im Impulsreferat von Dr.in Martina Gaisch wurden unter anderem Faktoren eruierte, die Frauen motivieren eine MINT-Laufbahn einzuschlagen und es gab interessante Einblicke in Studienergebnisse.

Seit 15 Jahren liegt der Anteil an Studentinnen an der Fakultät Hagenberg relativ stabil bei rund 24 %. Um mehr Frauen für Informatik zu begeistern, plant der Campus Hagenberg einen Studiengang, der sowohl inhaltlich als auch didaktisch die Bedarfe und Interessenslagen von Frauen berücksichtigt.

Die Notwendigkeit für so einen Schritt unterstreicht auch Ali Mahlodji, Mitbegründer der Karriereplattform für Berufseinsteiger*innen Whatchado und europäischer Jugendbotschafter in seiner Motivationsrede. Die Top-Kompetenzen der Zukunft reichen von vernetztem und kritischem Denken, über Zuhören und Reflektieren bis hin zu emotionaler Kompetenz und Kreativität – alles Fähigkeiten, die vor allem Frauen nachgesagt werden.  Wenn es gelingt, Sinnhaftigkeit, gesellschaftliche Relevanz und die bunte Palette von digitalen Berufen effektiv zu kommunizieren und „begreifbar“ zu machen, wird es auch gelingen, dass mehr Mädchen digitale Tools nicht nur nutzen, sondern den digitalen Transformationsprozess aktiv mitgestalten wollen.

„Dafür braucht es vor allem ganz viel Awareness und das Verlassen von ausgetretenen Pfaden; es reicht nicht, neuen Wein in alte Schläuche zu füllen. Mit frischen Herangehensweisen – welche, die auch mal nur auf weibliche Perspektiven setzen – kann es gelingen, dass neue Konzepte entstehen und verkrustete Denkweisen aufgebrochen werden“, ist Gaisch überzeugt. Dafür benötigt man auch ein offenes und konstruktives Klima, in dem neue Ideen entstehen und wachsen können.

Der Hagenberger Spirit macht dies möglich und die Erkenntnisse, die sich aus dieser Diversitätsarbeit ergeben, sollen auch in alle anderen Studiengänge einfließen und somit nicht nur die Frauenquote am Campus erhöhen, sondern auch ganz generell mehr Studierende für Informatik und Digitalisierung begeistern. 

Bei der Festveranstaltung “20 Jahre Girls’ Day” wurden Lehrkräfte für ihr Engagement im MINT-Bereich ausgezeichnet und auch junge Frauen als Mutmacherinnen für technische Bildungsverläufe vor den Vorhang geholt. Die Hoffnung besteht, dass dies in ein paar Jahren zur Selbstverständlichkeit wird und Frauen ihr gesamtes Potential ausschöpfen - und zwar in allen Bereichen, Disziplinen und Berufen.

Ziel des Girls´ Day ist es, die Aufmerksamkeit der Mädchen auf ihnen unbekannte Berufe bzw. Studienrichtungen zu lenken, gängige Vorurteile abzubauen und eine Berufswahl jenseits von Klischees zu erleichtern, Eltern, Schulen und Betriebe auf das Potenzial der Mädchen aufmerksam zu machen und Unternehmen die Möglichkeit zu geben, interessierte und motivierte Mädchen für sich zu gewinnen.

von vorne nach hinten: Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer OÖ Margit Angerlehner, Martina Gaisch (FH OÖ), Brigitte Maria Gruber (Frauenfachakademie Mondsee), Margot Nazzal (Direktorin Kultur und Gesellschaft), Annemarie Thallner (Bildungsdirektion OÖ), Ali Mahlodji, Beate Zechmeister (Frauenreferat des Landes OÖ) Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger