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Als Top Startup bei der European Innovation Academy Italy 2019

Mit einem Stipendium der FH OÖ bekam eine Studierende aus Hagenberg die einzigartige Chance ihr Startup Konzept mit Hilfe internationaler ExpertInnen auf den nächsten Level zu bringen. Nina Unger aus dem berufsbegleitenden Master "Human Centered-Computing" und ihr Team konnten an der European Innovation Academy (EIA) 2019 in Turin teilnehmen und landeten dabei mit ihrer Idee namens "Telephysio" sogar unter den Top 10 von 50 vorgestellten Startups.


Für Nina Unger von der FH Oberösterreich Campus Hagenberg, Loris Esposito von der Università degli Studi di Torino, Pietro Barbiero vom Politecnico di Torino und Yi-ning Huang von der  Feng Chia University in Taiwan wurde im Juli ein Traum wahr: sie nahmen gemeinsam an der European Innovation Academy in Turin, Italien, teil und konnten dort mit ExpertInnen an ihrem Konzept namens "Telephysio" arbeiten. Diese Konzept soll das PhysiotherapeutInnen bei der Arbeit und gleichzeitig ihre PatientInnen, die die physiotherapeutischen Übungen zuhause durchführen, unterstützen.

Wobei Telephysio helfen soll, erklärt Unger so: "PhysiotherapeutInnen müssen so nicht immer wieder erklären wie Übungen durchgeführt werden sollen, sie können nämlich damit PatientInnen tracken und Infos generieren, welche Übungen wann besonders gut geholfen haben. Für die PatientInnen wiederum gibt es in-time Feedback, das ihnen anzeigt, ob sie die Übung korrekt ausgeführt haben oder nicht und je nachdem werden Verbesserungsvorschläge gegeben." Dabei soll Internet of Things Technologie und künstliche Intelligenz helfen.

Für Telephysio wurden bereits Storyboards entwickelt und 50 User Interviews in Österreich, Taiwan, Russland und Italien durchgeführt um Hypothesen zu validieren. Während Unger die User Journey für ihr Konzept entwickelt, inklusive dem digitalen Prototypen, und UIs gezeichnet hat, hat Pietro Barbiero ein Tensorflow Modell  (PoseEstimation Model) entwickelt, mit dem die Bewegungen getrackt werden können.

Für die Weiterentwicklung hat nun das ExpertInnen-Feedback bei der European Innovation Academy in Turin hilfreiche Inputs geliefert.

Kein Wunder also, dass Nina Unger begeistert von der Teilnahme war: "Wir haben nicht nut über 900 Sign-ups innerhalb von nur drei Tagen bekommen, sondern auch tolles Feedback, mit dem wir schließlich das Finale erreichen konnten und dabei unter die Top 10 kamen. Es war eine fantastische Gelegenheit, Telephysio vor hunderten Menschen  präsentieren zu können!" 

"Zudem hat es Riesenspaß gemacht, so viele coole Leute zu treffen und meinen Horizont und meine Fähigkeiten zu erweitern. Vor allem eine Botschaft wird mir immer in Erinnerung bleiben: Fokussiere dich auf das Problem, Lösungen können sich ändern," sagt die Human-Centered Computing Studentin weiter, die mittlerweile ihren Master in Hagenberg erfolgreich abgeschlossen hat.

Mitnehmen durfte sie auch noch einen Preis, nämlich drei Stunden Mentoring von CG Consulting. 

Nun wollen Unger und ihr Teamkollege Pietro Barbiero, der aktuell seinen PhD in Cambridge im Bereich Künstliche Intelligenz mit  Fokus auf medizinische Anwendungen macht, das Konzept noch weiterverfolgen – und das mit Hilfe der FH OÖ Fakultät in Hagenberg. Dabei sollen anstelle von Sensoren nun Video Intelligence bzw. Bilderkennung eingesetzt werden.