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15. Juli 2010

Welser FH-Professorin forscht in Hongkong

Dr. Fiona Schweitzer und Dr. Miu Kwong

Kürzlich absolvierte Prof. (FH) Dr. Fiona Schweitzer, Professorin am Welser FH-Studiengang Innovations- und Produktmanagement, einen 2,5-monatigen Forschungsaufenthalt in Hongkong. Gemeinsam mit der Psychologin Dr. Miu Kwong von der University of Hongkong arbeitete die Marktforscherin an zwei Forschungsstudien im Bereich Gebäudeautomatisierung und im Bereich Kaufverhalten. Nun werden die Daten aus Österreich mit denen aus China verglichen, analysiert und aufbereitet. Erste Ergebnisse werden im Herbst erwartet.

Die erste Studie in Hongkong ist als Folgeprojekt einer Untersuchung zur Nutzerzufriedenheit in Bürogebäuden in Österreich entstanden. Sie soll Maßnahmen zur Überwindung von Nutzungshemmnissen bei intelligenten Gebäudeautomatisierungslösungen aufzeigen. Dabei handelt es sich etwa um Rollos, die sich je nach Sonneneinstrahlung selbsttätig heben oder senken. Ausserdem werden in diesem Projekt Strategien zur Erhöhung der Akzeptanz energieeffizienter technologischer Innovationen aufgezeigt.

Im Rahmen dieser ersten Studie wurde ermittelt, welche Kriterien die Akzeptanz energiesparender Innovationen im Bereich der Gebäudeautomatisierung beeinflussen. „Interessant ist, warum ein und dieselbe Innovation von unterschiedlichen Nutzern ganz anders beurteilt wird und warum sie sich in manchen Ländern sehr gut - in anderen hingegen überhaupt nicht verbreitet.“ erklärt die in Gmunden wohnhafte Schweitzer ihre Beweggründe für diesen Forschungseinsatz.

Es zeichne sich ab, daß für die Nutzungsbereitschaft smarter Technologien nicht die gleichen Gesetzmäßigkeiten gelten, wie für herkömmliche Produkte. “Hongkong ist für diese Thematik ein idealer Ausgangspunkt, weil es Einblick in die asiatische Kultur gewährt. Dies ermöglicht die Analyse kulturspezifischer Nutzungsunterschiede energieeffizienter technologischer Innovationen zwischen Asien und Europa.“, berichtet Schweitzer.

In der zweiten Studie wurden die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Kaufverhalten von Konsumenten untersucht, im Speziellen auf die Nachfrage nachhaltiger Produkte und technischer Innovationen. Ziel dieses Projektes war es, ein Modell zu entwickeln, das fördernde und hemmende Faktoren für die Nachfrage abbildet, sowie Ansatzpunkte für die Nachfrageerhöhung in wirtschaftlich schweren Zeiten ableitet.

Die Daten beider Studien werden derzeit aufbereitet und analysiert sowie durch österreichische Daten ergänzt, um einen internationalen Vergleich zuzulassen. Erste Ergebnisse werden im Herbst vorliegen.

Der Studiengang IPM bietet interessierten Unternehmen und Studierenden weitere Informationen unter der Telefonnummer 07242-72811-3040 oder auf der Webseite (www.fh-ooe.at/ipm).