FH OÖ News

29. Dezember 2011

FH OÖ Studie zeigt: Führungskräfte im Finanzbereich werden zunehmend an ihrer Sozialkompetenz gemessen

Für Führungspositionen ist ein Masterstudium unumgänglich. Bildquelle: FH OÖ (Abdruck honorarfrei)

Die aktuelle CRF-Studie beleuchtet Mitarbeiterbedarf, Aufgaben, Anforderungen und Karriereperspektiven im Finanzbereich österreichischer Unternehmen. Die Studie zeigt, dass der Finanzbereich weiterhin einen hohen Bedarf an MitarbeiterInnen hat und die Karriereperspektiven sehr gut sind – vor allem für AbsolventInnen eines Finanzstudiums: Für Führungspositionen im Controlling ist ein Studium unerlässlich. Prof. (FH) DI Dr. Heimo Losbichler, Studiengangsleiter „Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement“ (CRF) an der Fakultät für Management Steyr und Studienautor, sieht darin die Bestätigung für das hohe Ausbildungsniveau des CRF-Studiums, das in Steyr als Bachelor- und als Masterstudium (Vollzeit & berufsbegleitend) angeboten wird.

Die CRF-Studie 2011 basiert auf Daten aus 2.201 Stelleninseraten (bzw. 1.432 bereinigt um Mehrfachschaltungen) in österreichischen Printmedien (Die Presse, Der Standard, OÖNachrichten und Salzburger Nachrichten) sowie einer Expertenumfrage im Personalbereich mittels standardisiertem Online-Fragebogen. Von den 187 Personalverantwortlichen beantworteten 26 die Umfrage vollständig (Rücklaufquote 13,9 %).

Hoher Personalbedarf & steigende Anforderungen

43 % der Unternehmen hatten im letzten Jahr einen hohen oder sehr hohen Bedarf an MitarbeiterInnen im Controlling, dicht gefolgt vom Bedarf im Bereich Buchhaltung. Die Aufgabenprofile der Stellen im Finanzbereich bieten vielfältige Aufgaben, Krisensicherheit und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Hinzu kommt, dass die hohe Volatilität der Märke auch ständige Anpassungen z. B. der Finanzierungsinstrumente erfordert. Heimo Losbichler kennt die Problematik: „Die raschen Änderungen der Rahmenbedingungen sind in allen Berufsfeldern im Finanzbereich zu beobachten. Das stellt höhere Anforderungen an die MitarbeiterInnen aller Ebenen, insbesondere aber an die Führungskräfte und damit auch an die Ausbildung.“ Von Führungskräften werden vor allem die fachliche und disziplinarische Führung der MitarbeiterInnen, die Weiterentwicklung der Abteilung und die Vertretung der Abteilung nach außen erwartet. „Im Controlling ist auffallend, dass die Rolle des Business Partners scheinbar den Controllingleitern zugeschrieben wird“, weiß Heimo Losbichler. „In der Studie zeigt sich das in den höheren Anforderungen an die Persönlichkeits- und Sozialkompetenz.“ 85 % der Personalisten schätzen diese Anforderungen als „gestiegen“ oder „stark gestiegen“ ein.

Karriere: Studium als Grundvoraussetzung

Die Anforderung eines Studienabschlusses ist stark vom Berufsfeld abhängig. Vor allem im Bereich Controlling zeigt sich, dass ein Hochschulabschluss unerlässlich ist (74 %). Das Studium ist neben der Berufserfahrung die am häufigsten genannte Anforderung. Für die Mehrheit der Personalverantwortlichen ist für eine Führungsfunktion ein Masterstudium Voraussetzung (siehe Grafik). Prof. (FH) Dr. Heimo Losbichler sieht sich durch die Studienergebnisse bestätigt: „Bei unseren CRF-Studien setzen wir neben dem Fachwissen sehr stark auf Sozialkompetenz und Ethik, denn FinanzexpertInnen mit Rückgrat und sozialer Verantwortung sind weltweit gefragt. Inhaltlich sind wir international am aktuellsten Stand und vermitteln die finanziellen Gesamtzusammenhänge. Damit haben unsere CRF-AbsolventInnen beste Berufschancen und sind jetzt schon am Arbeitsmarkt sehr begehrt.“ 2012 schließt der FH-Master „Controlling, Rechnungswesens und Finanzmanagement“ erstmals ab, der Bachelor bringt 2012 bereits zum dritten Mal AbsolventInnen hervor.

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