News

13. Dezember 2011

Exkursion ins Leichtmetall Kompetenzzentrum Ranshofen

Anfang Dezember wurde eine weitere Exkursion im Zuge der Vorlesung „Gießen“ durchgeführt. Wie der Titel der Lehrveranstaltung bereits verlauten lässt ging die Reise zu einem etablierten Unternehmen, welches sich auf das wohl älteste metallurgische Verfahren spezialisiert hat: Dem Aluminiumgießerei LKR (=Leichtmetall Kompetenzzentrum Ranshofen).

Nach etwa einstündiger gemütlicher Busfahrt wurden wir am Haupteingang des LKR von unserem Lehrveranstaltungsleiter DI Richard Kretz gebührend empfangen und in den Seminarraum geführt, wo neben einer Sicherheitsunterweisung auch gekühlte (natürlich alkoholfreie) Getränke in allen Formen und Farben nur darauf warteten von uns durstigen Studenten konsumiert zu werden. Mit flüssigem Zucker versorgt konnten wir uns perfekt auf die Präsentation konzentrieren, welche auch ein kurzes Video enthielt. Der Film zeigte auf was man in einer Gießerei auf keinen Fall machen sollte, nämlich flüssiges Metall mit Wasser in Berührung bringen. Die Kombination verursacht nämlich eine verheerende Dampfexplosion die man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Kurz darauf ging es auch schon an die Arbeit. In der Werkshalle, wo wir unsere Übungen durchzuführen hatten, wurden wir von 2 erfahrenen Gießmeistern empfangen. Nach kurzen Instruktionen gewannen wir 2 Stunden lang Einblick in einen der heißesten Jobs Österreichs. Das Hantieren und Abgießen von flüssigem Alu machte sichtlich Spaß, vor allem als die gegossenen Teile (endlich) abgekühlt waren und man seine Prachtstücke genauer untersuchten konnte. Nach einer Stunde wurden die Gruppen gewechselt und neue Aufgaben wurden verteilt. Selbstverständlich wurde die ganze Zeit mit einer imposanten Schutzausrüstung gearbeitet, welche übrigens entfernt an ein Fleischhackeroutfit erinnerte. 

Am zweiten Übungstag durften wir uns kleine Aluminiumblöcke selbst gießen. Jeder nutzte diese einmalige Gelegenheit und am Ende der Einheit hielt jeder stolz einen glänzenden Quader in der Hand. Eignet sich als Briefbeschwerer, Andenken oder als kostenloses Weihnachtsgeschenk für Verwandte nach dem Motto: „Hab ich selbst gemacht!“.

Im zweiten Abschnitt gewannen wir einen kurzen Einblick in das Schäumen von Aluminium mit anschließender einfacher Dichteüberprüfung. Zum Aufgehen benötigt man wie beim Kuchenbacken prinzipiell Hitze und Backpulver. Das Backpulver hieß in unserem Fall Titannitrid und die Temperatur sollte über 700 Grad betragen.  Am Ende wurde die silberne Schaummasse kurz einem Schwimmtest unterzogen um die Dichte grob einschätzen zu können.

Somit endete unser zweiter Übungstag und damit auch die Exkursion nach Ranshofen. Die Rückmeldungen der Studenten waren überwiegend positiv und wir möchten uns bei DI Kretz für die vortreffliche Organisation recht herzlich bedanken!

 

David Hartinger, MKT Bakk 09