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20. Dezember 2006

Viele AHS- und BHS-Absolventen studieren am FH-Campus Wels

DI (FH) Michael Peinbauer (li) mit FH-Prof. Dr. Peter Zeller

Der 24jährige Michael Peinbauer aus Rohrbach hat mit seinem hervorragend abgeschlossenem Automatisierungstechnik-Studium (AT) am FH-Campus Wels gezeigt, dass man natürlich auch mit einer HBLA-Matura ein technisches Studium erfolgreich absolvieren kann. Die Oberstufe hat er in der HBLA St. Florian absolviert und zählte bereits nach einem Semester zu den besten AT-Studenten. Die Kombination aus wirtschaftlicher und technischer Kompetenz sowie die praxisnahe Ausbildung seines Studiums ebnen ihm nun den Weg zu einer steilen Karriere.

„Ich wollte immer einmal in der Automobilindustrie arbeiten“, erklärt Peinbauer seine ursprünglichen Ziele. Nachdem klar war, dass sein Bruder die heimatliche Landwirtschaft übernehmen wird, hat er sich voll dem Automatisierungstechnik-Studium gewidmet. „Am besten hat mir am AT-Studium gefallen, dass ein so breites Gebiet abgedeckt wird“, fügt der frisch gebackene DI (FH) hinzu. Der Studiengang Automatisierungstechnik vermittelt übergreifende Kompetenzen in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Sensorik und Mikrosysteme sowie Wirtschaft und Management. Neben den fachlichen Qualifikationen legt der FH-Campus Wels besonderen Wert auf soziale Kompetenz, Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit und interdisziplinäres Denken. Experten mit einer derartigen Ausbildung werden vor allem von international agierenden Unternehmen mit mechatronischer Orientierung gesucht.

Berufspraktikum und Semester im Ausland

International war auch das Studium von Michael Peinbauer. Sein Berufspraktikum absolvierte er bei der Firma Advanced Machine Engineering in Rockford, Illinois in der Nähe von Chicago. Dort konnte er sein Wissen optimal für die Konstruktion von Hochleistungshartmetallsägen einsetzen. Im 5. Semester absolvierte er am anderen Ende der Welt ein Auslandssemester an der Deaken University in Geelong in der Nähe von Melbourne.

Keine Scheu vor der Technik!

„Die Einstiegsphase in das Studium ist so aufgebaut, dass Absolventen von HTLs aber auch von allgemein- oder berufsbildenden höheren Schulen das Studium ausgezeichnet meistern können“, entkräftet FH-Prof. Dr. Peter Zeller das Vorurteil, dass nur HTL-Absolventen für ein technisches Studium geeignet sind und ergänzt stolz: „Bereits nach einigen Monaten hat sich herausgestellt, dass Herr Peinbauer zu den besten im Bereich Elektrotechnik zählt!“. Michael Peinbauer sieht es ähnlich: „Das erste und zweite Semester war zwar ziemlich hart, aber wenn man´s gecheckt hat, ist der Rest kein Problem mehr!“ Er kann jedem nur empfehlen, die Scheu vor der Technik abzulegen und sich von den Möglichkeiten faszinieren zu lassen.

Traum verwirklicht – Job bei BMW

Peinbauer verfasste seine Diplomarbeit zum Thema: „Ultraschall-Biegewandler für Kfz-Einparksysteme“ in München in Zusammenarbeit mit der Firma Siemens AG. Durch seine neu gewonnene Verbundenheit zur bayrischen Hauptstadt bewarb er sich bei einigen renommierten Münchener Firmen, die ihn fast alle sofort einstellen wollten. Er wird nun in wenigen Tagen seine Arbeit bei der Firma Bertrandt für BMW München als Versuchsingenieur in der Abteilung Versuch/Entwicklung von Gesamtfahrzeugen der 3er, 5er und Mini-Serie antreten. Nachdem der Mini in England produziert wird, wird er auch in Zukunft international unterwegs sein.