Berufspraktika

Ein Fachhochschul-Studium zeichnet sich durch die praktische Anwendung der Lehrinhalte im künftigen Berufsumfeld aus. Wichtiger Teil ist das Berufspraktikum, das in Bachelor- und Diplom-Studiengängen verpflichtend vorgesehen ist (tlw. Sonderregelung bei berufsbegleitenden Studiengängen). Während des Praktikums wird der/die Studierende durch je eine/n VertreterIn des Lehrkörpers und der Firma bzw. der Organisation, in der das Praktikum absolviert wird, betreut. Ein Auslandspraktikum ist möglich.
Weiter unten finden Sie Auszüge aus ausgewählten Praktikaberichten aus rüheren Jahren. Eine Sammlung aller Praktikumsberichte steht hier als Download bereit:
Berufspraktikumsberichte BSc. 09/10 (ca. 10 MB)
Berufspraktikumsberichte DI (FH) 08/09 (ca. 10 MB)
Berufspraktikumsberichte BSc. 08/09 (ca. 10 MB)

Getriebeentwicklung RS Spyder
Student: Michael Absenger
Unternehmen: Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG
Um den Baustand des Porsche RS Spyder für die Saison 2008 abzusichern, wurde Anfang November 07 eine Le Mans Simulation mit befeuertem Motor und Getriebe am Prüfstand durchgeführt. Das Laufzeitziel betrug 30 h bzw. 6000 km. Die Schadenkorrelation zwischen Prüfstand und Rennstrecke ist generell extrem hoch, sodass Freigabeläufe wie dieser vornehmlich am Prüfstand stattfinden und zu erheblichen Einsparungen führen.
Abgesehen vom Prüfstandsdauerlauf waren unter anderem das Verfassen von Präsentationen, technischen Informationen und Anweisungen als Hilfestellung für andere Motorsportbereiche, das Werksteam oder Kundenteams Teil der Arbeit.

Aufbau einer getakteten Produktionslinie
Student: Mario Binder
Unternehmen: Trumpf Maschinen Austria GmbH & Co KG
Zentrale Aufgabe war der Aufbau eines synchron getakteten Produktionssystems mit kurzen Durchlaufzeiten und einer hohen Produktivität. Weiters sollte eine steile Anlaufkurve, welche nach der Vorstellung des Produktes im Oktober bei der Messe "Blech" in Hannover erwartet wird, bewältigt werden. Ein weiteres Ziel war der Transfer des Know-Hows der Entwicklung in die Produktion sowie die Kostenoptimierung und Konzepterstellung für Montagevorrichtungen während der Entwicklungsphase.

Valve cladding machine
Student: Markus Kammerhofer
Unternehmen: Bernecker + Rainer Industrial Automation Ltd.
Ziel des Praktikums war es, ein Konzept für die Automatisierung des Prozesses der Ventilkörperbeschichtung in Form von Schweißnahtringen zu entwickeln und umzusetzen. Im Wesentlichen waren folgende Punkte zu lösen:
- Ermittlung und Ausarbeitung der Anforderung mit dem Kunden
- Auswahl der Steuerungstechnikhardware sowie Integration der vorhandenen Antriebstechnik
- Entwicklung des Softwarekonzeptes
- Einbindung des Schweißroboterinterfaces
- Programmierung der Software
- Implementieren und Testen an der Demohardware

Shearografie als Werkzeug für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung
Student: Christoph Reiter
Unternehmen: FH OÖ Forschung- und Entwicklungs GmbH
Die Aufgabenstellung bestand darin, die Stärken und Grenzen der Shearografie festzustellen und mögliche neue Methodiken für bestimmte Messreihen zu entwickeln. Weiters sollte eine Unterdruckkammer für die Messungen mit Unterdruckanregung entworfen und gefertigt werden.
Zusätzlich wurde eine Methode entwickelt, welche es ermöglicht, auf die Fehlertiefe und Fehlergröße in verschiedenen Materialien rückschließen zu können. Ein weiterer Punkt war die Durchführung von Messungen an Bauteilen für Firmen, die Interesse an der Messmethodik zeigen.

Entwicklung eines autonomen Shuttlefahrzeuges
Student: Jürgen Traxler
Unternehmen: TGW Mechanics GmbH
Die Fa. TGW ist als Hersteller von automatischen Regalbediengeräten für den Einsatz in automatischen Kleinteilelagern Marktführer in Europa. Nach einer Wettbewerbsanalyse wurde ein für TGW zu favorisierender Systemansatz identifiziert, welcher als Kernelement ein autonomes Shuttlefahrzeug umfasst. Um hier eine Innovation zu starten, waren jedoch noch einige Detailausarbeitungen notwendig:
- Projektrecherche für den Einsatz möglicher Shuttlesysteme
- Detailanalyse der Anforderungen an eine neue Lagerlogistiklösung
- Adaptierung realisierter Lösungen der Vergangenheit mit diesem neuartigen Konzept
- Ermittlung der Kostentargets
- Ausarbeitung verschiedener, möglicher Lösungskonzepte
- Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
- ...


