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20. August 2009

Wissenschaftliche Untersuchungen für ökologisch zeitgemäße Spitäler

Studierende arbeiten erfolgreich an GESPAG-Projekt

Die OÖ. Gesundheits- und Spitals AG (GESPAG) hat ein Projekt zum Thema „Ökologisch nachhaltige Materialien in Krankenhäusern“ gestartet. Studierende des Studiengangs „Medizintechnik“ an der Linzer Fakultät für Gesundheit und Soziales untersuchen im Rahmen eines Projektstudiums die Verwendung umweltfreundlicher Materialien zur Ausstattung von Kliniken.

Dabei wird ein Materialkatalog erarbeitet, in denen die spezifischen Anwendungsbereiche, die Vor- und Nachteile in den Materialeigenschaften, die Keimfreiheit und das biokompatible Verhalten dokumentiert werden.

„Als Teil der Medizinischen Geräte- und Rehabilitationstechnik sind auch Krankenhaus- und Sicherheitstechnik Themen in der Ausbildung unserer Studierenden“ berichtet Prof. (FH) Dr. Kurt Schilcher. Mit den Methoden der hochauflösenden Mikroskopie wird auch das Wachstumsverhalten von Bakterien an den Oberflächen der analysierten Materialien untersucht. Prim. Dr. Rene Silye von der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg erklärt, dass derartige Untersuchungen speziell für Krankenhäuser völliges Neuland darstellen. Entsprechend gespannt ist man bei der GESPAG bereits auf die Ergebnisse des Projektstudiums.

Praxistransfer gesichert
Die Wirtschaftlichkeit der für die Ausstattung von Krankenhäusern relevanten Materialien wird von Lehrenden und Studierenden des Studiengangs „Medizintechnik“ ebenfalls in Betracht gezogen. Zunächst konzentrieren sich die Forschungen auf die Böden, um schließlich auf alle Oberflächen in den Spitälern ausgedehnt zu werden. Die Gefahr, die Resultate der Untersuchungen in einer Schublade verstauben zu sehen, ist allen Beteiligten zufolge gering: Der Materialkatalog soll als Grundlage für einen Leitfaden zur Planung von Krankenhäusern nach ökologisch nachhaltigem Muster dienen.