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12. Oktober 2011

FH OÖ-Forscher belegt dritten Platz in der Kategorie F & E bei GC-Preis

Nachhaltige Versorgung – eigenständiges Leben – bessere Abläufe

Bildquelle: Gesundheitscluster/fotolia.de

"Neue medizintechnische Technologien sind der Grundstein für eine nachhaltige und qualitative Gesundheitsversorgung," sagt Dr. Eva-Maria Gillesberger.

Die Gewinner des diesjährigen GC-GENIUS stehen fest. Der Ideenwettbewerb des Gesundheits-Clusters (GC) suchte auch heuer Neuheiten sowie Verbesserungen für die Gesundheitstechnologie-Branche. Die erstplatzierten Ideen: Computergestütztes Vorhersage-System für Stent-Graft-Komplikationen, Sessel als Aufstehhilfe, Multifunktions-Operationssaal sowie ein selbstlernendes generisches Datenerfassungssystem. Im Rahmen der GC-Jahrestagung am 6. Oktober 2011 wurden die Preisträger prämiert und gefeiert.

Fortschritt und neue Technologien sind gerade in der dynamischen Gesundheitstechnologie-Branche das A&O für gute und nachhaltige Patientenversorgung. „Mit dem GC-GENIUS haben wir eine Plattform geschaffen, die Ideen aufgreift, auszeichnet und weiterverfolgt, um nachhaltige Kooperationen zu generieren“, weiß Eva-Maria Gillesberger, Leiterin des GC, einer Initiative der Clusterland Oberösterreich GmbH. Bei der dritten Ausschreibung wurden 30 Innovationen – 83 Prozent aus Österreich und 17 Prozent aus Europa – eingereicht.

Mehrwert generiert

Alle Einreichungen wurden von einer hochkarätigen Fachjury aus Wirtschaft, Forschung, Gesundheit und Wissenschaft bewertete. Zu den bestehenden Kategorien Unternehmen, Gesundheitseinrichtungen und Forschungsinstitutionen, wurden alle oberösterreichischen Ideen hinsichtlich ihres Potenzials eingestuft und mit dem Oberösterreichischen Medizintechnik-Preis des Landes OÖ prämiert. Bei der Preisverleihung am 6. Oktober durften sich alle Erstplatzierten über exklusive Preise sowie GC-GENIUS Skulpturen, erstellt in den Werkstätten des Diakoniewerkes Gallneukirchen, freuen. Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl gratuliert und betont: „Dieser Ideenwettbewerb zeigt deutlich, wie viel Potenzial in heimischen Unternehmen und Organisationen steckt. Ihr Engagement in der Medizin- und Gesundheitstechnik hat einen erheblichen Mehrwert und rechnet sich doppelt: Für die Unternehmen und unsere Mitmenschen.“

Alle Erstplatzierten im Überblick

Gewinner des „Oberösterreichischen Medizintechnik-Preises“
Einreichung: Computer-Vorhersage von Stent-Graft-Komplikationen
Einreicher: Dr. Julian Mattes (MATTES Medical Imaging GmbH)
Aus Oberösterreich stammt die Entwicklung eines Computerprogrammes zur Vorhersage von Komplikationen nach dem Einsetzen eines Stent-Graft. Nach der Behandlung von Aortenaneurysmen mittels Stent-Graft, können im Laufe der Jahre Abnützungen oder Komplikationen entstehen. Das neue System soll diese Abnormitäten schon frühzeitig erkennen, um durch hohe Vorhersagewahrscheinlichkeit zu ermöglichen, dass früh und schonend präventiv eingegriffen werden kann.
Die Kategorie wurde ermöglicht von: Land OÖ

Die Gewinner der Kategorie Unternehmen
Einreichung:  Chelino – Stuhl mit Aufstehhilfe
Einreicher:  Martin Bliem, BA (camarg OG)
Für ältere, invalide oder übergewichtige Mitmenschen stellen tagtägliche Bewegungsabläufe, wie Aufstehen und Niedersetzen, eine erhebliche Belastung dar. Chelino ist der erste Stuhl mit Aufstehhilfe, der Personen diese Kraftanstrengung erspart – und das völlig ohne Stromverbrauch.
Die Kategorie wurde ermöglicht von: next level consulting Österreich GmbH

Gewinner der Kategorie Gesundheitseinrichtungen
Einreichung: Multifunktions-Operationssaal für alle Fachbereiche
Einreicher: Gerald Strasser (A.ö. LKH Kirchdorf, gespag)
Die Idee ist, Entwicklung und Umsetzung eines zeitgemäßen und komfortablen Operationssaales, unter besonderer Beachtung von Betriebssicherheit und Kosteneffizienz. Durch beispielsweise bessere Positionierung von OP-Ausstattung oder portablen Zweitmonitoren, unabhängig von Patientenlagerung und Operationsmethodik, kann eine wesentliche Optimierung für den Anwender erzielt werden.
Die Kategorie wurde ermöglicht von: System Industrie Electronic GmbH

Gewinner der Kategorie Forschung & Entwicklung
Einreichung: Selbstlernendes Datenerfassungssystem für medizinische Daten
Einreicher: Dominic Girardi, MSc (RISC Software GmbH)
Das Erfassungssystem kann Daten beliebiger Strukturen speichern und den Datenbestand selbstständig nach Auffälligkeiten, Korrelationen und wiederkehrenden Strukturen durchsuchen. Es soll ein generisches, selbstlernendes „Expertensystem“ entwickelt werden, welches sich aus dem Datenbestand (mit beliebiger Struktur) selbst Regeln extrahiert und diese überwacht. Zudem sollen Machine Learning Algorithmen helfen, Gruppen von ähnlichen Fällen oder multidimensionale Zusammenhänge zu finden.
Die Kategorie wurde ermöglicht von: Fachhochschule OÖ

Anerkennungspreis für Produkterweiterung
Einreichung: IntegraMousePlus - mundgesteuerte Computermaus
Einreicher: Isabel Karlhuber (LifeTool gemeinnützige GmbH)
Die IntegraMaouse Plus ist eine intelligente, kabellose Comutermaus, die ausschließlich mit dem Mund durch Saug- und Blasbewegungen bedient werden kann. In Punkto Innovation bietet sie eine intelligente Sensorlösung, Implementierung einer energieeffizienten Wireless-Technologie und eine biokompatible Spritzguss-Lösung  für den Einsatz in Reha-Einrichtungen und Kliniken.

Bildmaterial sowie Zweit- und Drittplatzierte: www.gesundheits-cluster.at/presse

Mehr Informationen zum Gesundheits-Cluster – Fortschrittmacher der Gesundheits-Technologie (unter der Dachorganisation Clusterland Oberösterreich GmbH): www.gesundheits-cluster.at: Michaela Scheweder, Kommunikation Gesundheits-Cluster
 michaela.scheweder (at) clusterland.at, Tel.: +43 732 79810-5158

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