Studienprojekte

PROJEKT

OSSensor

FAKTEN

Zeitraum

SS 2008

FH-Studierende

Manuel Spreitzer, Kai Mayer, Christian Bauernfeind

FH-Betreuer

Dieter Vymaza Msc.

Kurzbeschreibung

Das Projekt umfasste das Kennenlernen von Hooking-Technologien auf Kernel-Ebene, sowie die Implementierung eines Kernel Treibers. Weiters wurde ein Hook entwickelt der es ermöglicht Dateizugriffe zu protokollieren. Anhand der modularen angeordneten Softwarekomponenten kann die entwickelte Software problemlos erweitert werden, um auch Zugriffe auf Registrierung oder Netzwerkpaketen zu protokollieren.

DETAILS

Ausgangssituation / Motivation / Einleitung

Aktuelle Virenscanner und Systeme zur Erkennung von Schadsoftware basieren primär auf Signaturerkennung oder heuristischen Analysen von Programmcode.Einen weitaus flexibleren Ansatz bietet Verhaltensanalyse von Schadprogrammen, da hier nicht die genaue Arbeitsweise, sondern die Auswirkungen betrachtet werden. Es soll beispielweise analysiert werden, welche Programmkomponenten miteinander kommunizieren, welche Dateien oder Registryschlüssel geöffnet werden oder welche internen oder externen Ressourcen verwendet werden.

Projektziel

Es wurde ein Sensor entwickelt, der als Schicht zwischen Betriebssystem und Anwendungen liegt und die Protokollierung von Dateizugriffen vornimmt. Diese können später verwendet werden, um Schadsoftware aufgrund der durch sie verursachten Anomalien zu erkennen. Neben Schadsoftware wie bspw. Viren, Trojanern oder Rootkits könnten auch Verhaltensänderungen von Benutzern erkannt werden.

Umsetzung

Als Grundlage wurde ein Kerneltreiber entwickelt der über ein Interface geladen und entladen werden kann.Um alle Ereignisse im Zusammenhang mit Dateizugriffen problemlos bzw. unbemerkt protokollieren zu können, war es notwendig einen Hook zu erstellen. Dieser Hook ermöglicht gewünschten Speicherzugriffe über sich zu referenzieren und somit unerkannt diveres Zugriffe auszugeben. Für die Kommunikation von User-Mode zu Kernel-Mode, wurde auf IRP (I/O Request Paket) Technologie gesetzt. Somit ist es problemlos möglich mit dem Treiber über ein Interface zu kommunizieren.

Ergebnisse / laufende Aktivitäten

Die Entwickelte Software funktioniert einwandfrei für Dateizugriffe und kann problemlos für weitere Protokollierungen von Registrierungszugriffen oder Netzwerkverkehr erweitert werden. Aus den protollierten Daten ist es möglich anschließend ein entsprechendes Verhaltensmuster zu analysieren.